Kokainabhängiger finanzierte Sucht

Massiver Betrug mit Handys

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Wegen Betruges in zahlreichen Fällen hat das Oldenburger Landgericht gestern einen 41 Jahre alten Mann aus Nordrhein-Westfalen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte Ende 2012 in Wildeshausen zahlreiche Mobilfunkverträge abgeschlossen, von Anfang an aber nicht die Absicht gehabt, die Geräte zu bezahlen.

Der 41-Jährige, der drogenabhängig ist, lebte von diesen Betrügereien beziehungsweise finanzierte damit seine Drogensucht. Er konsumiert nach eigenen Angaben pro Tag bis zu zehn Gramm Kokain und benötigt dafür jeden Tag eine Summe von rund 700 Euro. Da er kein Einkommen hat, waren seinen Angaben zufolge die Betrugstaten notwendig.

Der Mann ist vielfach und einschlägig vorbestraft. Zunächst hatte er Firmen in Duisburg betrogen und war dafür vom Landgericht in Duisburg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dann verlagerte er seine Machenschaften nach Münster: Das Landgericht dort verurteilte ihn zu knapp drei Jahren Gefängnis. Dann war Wildeshausen dran. Mit einem gefälschten Handelsregisterauszug, der ihn als einen Geschäftsführer auswies, ergaunerte er sich Dutzende von Mobilfunkverträgen.

Die teuren Handys verkaufte er oder er tauschte sie gegen Kokain ein. Mehr noch: Schloss er gleich vier Verträge ab, bekam er obendrein noch 500 Euro Provision. Insgesamt richtete der Angeklagte im Tatzeitraum einen Schaden von 30000 Euro an. „Im Rausch ist man einfallsreich“, sagte der Angeklagte gestern. Er gab alles zu. „Ich brauchte Geld für Kokain“, nannte der 41-Jährige die Motive für seine Taten. Damit soll nun aber Schluss sein. Das Landgericht in Münster hatte neben der Strafe auch die Unterbringung des Angeklagten in der geschlossenen Entziehungsanstalt angeordnet.

wz

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