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Timo Poppe: Eine weitere Majestät in der Königsfamilie

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Von: Dierk Rohdenburg

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Jubel nach dem Königsschuss: Timo Poppe hat es geschafft.
Jubel nach dem Königsschuss: Timo Poppe hat es geschafft. © Bornholt

Timo Poppe schießt als erster den Papagoy von der Stange und ist Gildekönig. Hier die Geschichte dazu:

Wildeshausen – Die besten Gildegeschichten schreibt immer noch das Leben: Nach seinem Opa Hans vor 90 Jahre im Jahr 1932, seinem Vater Heino im Jahr 1988 und seinem Bruder Jan im Jahr 2014 wurde am Dienstag auch Timo Poppe König der Wildeshauser Schützengilde. Er setzte sich gegen 39 Anwärter durch und holte im Finale gegen vier Mitstreiter zuerst den Papagoy von der Stange.

Papa Heino konnte sein Glück nicht fassen und eilte zu seinem Sohn, um ihn zu umarmen. Auch Ehefrau Marlene, seine achtjährige Tochter Marieke und der sechsjährige Sohn Thies waren sofort zur Stelle und herzten den neuen König, bevor er auf der Sänfte zum Krönungstisch getragen wurde.

Timo Poppe hatte schon mehrmals versucht, seinem Großvater nachzueifern. Er war öfters im Finale, doch der entscheidende Schuss wollte ihm bis Dienstag um 19.58 Uhr nicht gelingen. Der 42-jährige Wildeshauser Geschäftsführer war mit seinem Gildeclub „Primus Inter Pares“ in den Krandel einmarschiert. Seine Gildebrüder feierten ihn natürlich nach dem finalen Schuss lautstark, dann ging es unter dem Jubel der Menge in die Stadt.

Pünktlicher Start im Krandel

Das Schießen hatte pünktlich um 18 Uhr begonnen. Immerhin hatten sich 40 Anwärter gemeldet, sodass es in fünf Durchgängen schnell vorangehen musste. Es dauerte dann nur recht kurz, bis Andreas Busse aus Neerstedt den ersten Vogel von der Stange schoss.

Im zweiten Durchgang war André Pavel aus Visbek erfolgreich. Nachdem Timo Poppe den dritten Durchgang für sich entschieden hatte, konnte sich Sven Hesselmann durchsetzen. Erst im fünften Durchgang kam es zum Stechen. Jörg Reisewitz und Philipe Tagher hatten den Vogel gleichzeitig getroffen. Beide ließen sich viel Zeit mit ihren Schüssen, denn es ging schließlich nicht darum, möglichst oft zu laden und zu feuern, sondern einen gezielten Treffer zu landen. Das gelang schließlich Tagher aus Wildeshausen, der von seinem Gildeclub „Die Totenlade“ lautstark unterstützt wurde.

Am Ende platzten dann aber die Träume aller Finalisten, weil Timo Poppe den entscheidenden Treffer setzte. Ein Schuss für die Gildeanalen und die Königsfamilie Poppe.  

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