Schützengilde lehnt Antrag der Kompanie Huntetor ab / Feier zu Pfingsten

Könige dürfen Papagoy behalten

Deutliches Votum: Das Gildefest wird gefeiert. Foto: Rinne

Wildeshausen. Die Könige dürfen ihren eigenen Papagoy behalten. Der Antrag der Kompanie Huntetor auf einen eigenen Papagoy ist bei der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde am Sonnabend in der Widukindhalle mit großer Mehrheit abgelehnt worden.

Oberst Willi Meyer blickte auf das vergangene Gildefest zurück und sah viel Positives, aber auch einiges, was verbessert werden kann. Wie auch später die Offiziere in ihren Berichten der Kompanien, hob der Oberst vor allem das gelungene Kinderschützenfest hervor.

Ein Manko war wie die Jahre zuvor die Beschallung sowohl auf dem Festplatz als auch auf der Herrlichkeit. Mit der Firma „Hubert Light & Sound“ will die Gilde das Tonproblem in diesem Jahr in den Griff bekommen. Die Generalprobe am Sonnabend in der Widukindhalle haben die Licht- und Tonexperten aus Ahlhorn zumindest hervorragend bestanden.

Oberst Meyer kündigte an, dass die Gilde zum Stadtjubiläum 2020 am Sonnabend vor Pfingsten einen Jubiläumskönig ausschießen wird. Weitere Aktionen zum 750 jährigen Stadtgeburtstag seien in Planung.

Im Anschluss an den Oberst hielt Schatzmeister Siegbert Schmidt seinen Bericht. Und der hatte Unterhaltungswert - nicht wegen der gewohnt positiven Zahlen, sondern weil General Jens Kuraschinski und Schmidt sich immer wieder kleine verbale Scharmützel lieferten. Sobald der eine austeilte, folgte prompt die Retourkutsche des anderen. Wer allerdings Zwietracht im Oberhaus vermutet, irrt sich gewaltig. Die Wortgefechte erfolgten auf humorvoller Basis.

Die Berichte aus den Kompanien hatten allesamt den gleichen Tenor. Die Beschallung müsse verbessert werden und der Ausmarsch ginge zu zögerlich voran. Lediglich im Bericht der Kompanie Westertor blitzte ein wenig Humor auf, als Hauptmann Marco Tschöpe für den Festplatz im Krandel eine Ochsenbraterei vorschlug. Mit Ex-König Andreas Tonn habe man ja den richtigen Ansprechpartner. Das Vorhaben scheiterte offensichtlich, weil die Kompanie einen Wickeltisch gleich neben der Braterei einforderte.

Tschöpe lobte in seinem Bericht das Engagement von „Orange Bommels“ und „Die sieben Zwerge“ für das Kinderschützenfest und rief weitere Mitglieder zur Unterstützung auf. Detlev Hohn gab als Hauptmann der Wache bekannt, dass der Wacheball in diesem Jahr wieder auf Gut Altona stattfinden wird.

Mit dem Antrag der Kompanie Huntetor auf einen eigenen Papagoy beschäftigte sich der Adjutant des Obersts, Oberstleutnant Andreas Tangemann. Vor allem der Zusatz hatte es in sich. Bei einer Ablehnung des Antrags solle die Königskompanie ihren Papagoy, den eine Krone schmückt, auch nicht mehr tragen dürfen.

Oberst Meyer warb für eine Ablehnung des Antrags: „Die drei Papagoyen mit Herz, Rathaus und dem Lorbeerkranz sind die Mitgliedsabzeichen der Gilde. Sie symbolisieren die Einheit aller Gildemitglieder.“ Vor allem der Zusatz, dass die Könige dann auch auf ihren Papagoy verzichten müssten, empfand er als „Kindergartenkram“. Der Antrag wurde schließlich gesplittet. Die Kompanie Huntetor bekommt keinen eigenen Papagoy, und die Könige dürfen ihren „Vogel“ behalten.

Einem weiteren Antrag der Kompanie Huntetor, dass die Gilde den Vizekönigen einen Vizeorden verleihen solle, wurde ebenfalls nicht entsprochen.

Spätestens bei der Frage, ob auch in diesem Jahr das Gildefest ausgetragen werden soll, waren sich alle wieder einig. Bei nur zwei Enthaltungen hieß es „Pingsten ward fiert“.  hri

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