Knappe Abstimmung erwartet

Kreistag entscheidet am 18. Dezember über den Schultausch in Wildeshausen

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Die St.-Peter- und die Holbeinschule teilen sich derzeit einen Standort. Fraglich ist, wie lange das so bleibt.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Wenn der Kreistag am Dienstag, 18. Dezember, ab 17 Uhr im Kreishaus zusammenkommt, steht der Schultausch in Wildeshausen ganz oben auf der Tagesordnung. Es wird wahrscheinlich der mit Abstand umstrittenste Punkt der sonst immer sehr harmonisch verlaufenden vorweihnachtlichen Sitzung sein. Und es steht zu erwarten, dass die Abstimmung knapp wird.

In der Sache geht es um den Immobilientausch zwischen der Hunte- und der St.-Peter-Schule. Letztere teilt sich ihr Gebäude mit der Holbeinschule, die viel zu wenig Räume hat. Die Überlegung ist, die Hunteschüler am Standort St. Peter unterzubringen. Da die Förderschule Lernen langfristig abgeschafft werden soll – so ist zumindest aktuell die Beschlusslage auf Landesebene – ergäbe sich perspektivisch mehr Platz für die Holbeinschule. Der Wildeshauser Stadtrat hat sich im Februar in geheimer Abstimmung mit 18 zu 14 für den Tausch ausgesprochen, der 2021 über die Bühne gehen soll. Doch allein das reicht nicht, denn die Hunteschule befindet sich im Besitz des Landkreises Oldenburg.

Im Kreistag dürfte das Ergebnis ähnlich knapp ausfallen wie auf städtischer Ebene. Bisher haben sich die SPD (15 Abgeordnete), die Grünen (sechs) sowie die Linke (zwei) und Landrat Carsten Harings dafür ausgesprochen, der Stadt Wildeshausen die Hunteschule zur Verfügung zu stellen. Das sind 24 der insgesamt 51 Stimmen im Kreistag. Und aus der SPD ist zu hören, dass es ein einheitliches Abstimmungsverhalten in der sozialdemokratischen Fraktion geben wird.

Auf der anderen Seite stehen die FDP (sechs Abgeordnete), AfD (vier) und UWG (zwei), die bis jetzt konsequent gegen einen Tausch sind. Macht zwölf Stimmen, also deutlich weniger. Bleibt noch die CDU, deren 15 Abgeordnete aller Voraussicht nach nicht geschlossen votieren werden. Vorsitzender Dirk Vorlauf aus Hude hatte den Fraktionszwang aufgehoben. Zumindest Wolfgang Sasse und Sonja Plate, die beide auch im Stadtrat sitzen, gelten als Befürworter des Tauschs. Das könnten also die zwei Stimmen sein, die den Tauschbefürwortern die absolute Mehrheit sichern.

Der Stadtrat beschäftigt sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 20. Dezember, ab 17 Uhr bei „Schönherr“ in Düngstrup mit dem Thema. Sollte der Kreistag bis dahin zugestimmt haben, könnte der Schultausch dann endgültig beschlossen werden.

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