Protest gegen Umweltzerstörung 

Freitag startet Klimaschutzdemo am Bahnhof

Am Freitag wird in Wildeshausen wieder demonstriert. ArchivFoto: bor

Wildeshausen – Eine „Fridays for Future“-Demonstration für mehr Klimaschutz und gegen Umweltzerstörung beginnt am Freitag um 10 Uhr beim Bahnhof in Wildeshausen. Die Teilnehmer wollen zu den Berufsbildenden Schulen und über die Kaiserstraße in die Innenstadt marschieren.

Der Wildeshauser Jens Fröhlke, der nicht zu den Initiatoren gehört, aber mit dem Protest sympathisiert, möchte Jugendliche unterstützen, die sich für die Natur einsetzen. Er und eine Mitstreiterin hatten für vergangenen Freitag zu einer „Fridays for Future“-Demo auf dem Marktplatz aufgerufen, zu der deutlich mehr als 100 Schüler erschienen waren.

Fröhlke hat allerdings von einigen Teilnehmern gehört, dass sie unter Druck gesetzt worden seien, nicht mehr mitzumachen. „Die Eigeninitiative wird im Keim erstickt“, kritisiert der Wildeshauser. „Ob mit Einträgen ins Klassenbuch oder auf Druck von zu Hause.“

Wie berichtet, hatte Jan Pössel, Rektor der Realschule Wildeshausen, im Vorfeld klargestellt, dass seine Schüler nicht an dem Protest teilnehmen dürften. Es gelte die Schulpflicht. Bei diesem Standpunkt ist er geblieben. Zu den Sanktionen wollte er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter äußern. Die Eltern der betreffenden Schüler seien über die Fehlzeiten informiert worden.

Auch Ralf Schirakowski, Schulleiter am Gymnasium Wildeshausen, hatte sich in einem Elternbrief dahingehend geäußert, dass die Teilnahme an Demonstrationen grundsätzlich nicht das Fernbleiben vom Unterricht rechtfertige. Aber einschränkend hatte er darauf verwiesen, dass das nur gelte, „so lange das mit der Demonstration verfolgte Anliegen nicht außerhalb der Unterrichtszeit verfolgt werden kann“. Des Weiteren seien teilnehmende Schüler nicht versichert.

Aus dem Kultusministerium hieß es zu dem Thema, die Schulen müssten entscheiden, was mit den Jugendlichen passiert. Dabei hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) durchaus Sympathie für die Proteste geäußert. 

bor

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