Klimafreundlich und vielfältig

Landkreis Oldenburg prämiert Gärten und Balkone

Martin Bruns aus Wildeshausen in seinem Garten.
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Martin Bruns aus Wildeshausen in seinem Garten.

Wildeshausen/Dötlingen – Virtuelle Rundgänge per Video, detaillierte Beschreibungen, traumhafte Fotos von Gärten und Nahaufnahmen von Insekten und Blumen – die Vielfalt der eingereichten Beiträge im Wettbewerb „Klimafreundliche Gärten und Balkone im Landkreis Oldenburg“ war laut Angaben der Kreisverwaltung groß und sehr beeindruckend. Dementsprechend schwierig sei es für die Jury gewesen, die drei Gewinner auszuwählen.

Schließlich wurden Fritz Rietkötter und Martin Bruns aus Wildeshausen sowie Andrea und Peter Hiltrop aus Dötlingen ausgezeichnet und am Donnerstag die Platzierten bekanntgegeben.

„Wir sind begeistert von den tollen Gärten, die es hier gibt“, betonen Manuela Schöne und Marion Unkraut vom Klimaschutzteam des Landkreises, die den Wettbewerb vor Ort organisiert haben. Landrat Christian Pundt begrüßt das Projekt außerordentlich, das „durchaus eine Strahlkraft für zukünftige Projekte und Aktionen hat“.

Drei prämierte Gärten mit großer Pflanzenvielfalt

Die drei prämierten Gärten haben sich laut Jury besonders durch ihre Pflanzenvielfalt und ihre durchweg naturnahen Gestaltungen ausgezeichnet – wie zum Beispiel durch Trockenmauern, die als Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere dienen sowie kleine Teiche und „wilde Ecken“, die komplett sich selbst überlassen werden. Zudem seien in diesen Gärten Kräuterschnecken, Dachbegrünungen, Gemüsegärten, Hochbeete, Gewächshäuser, eigene Kompostierungen, Regenwasserbehälter oder Blühwiesen zu finden. Auch sei in diesen Gärten darauf geachtet worden, so wenig Boden wie möglich zu versiegeln.

Auf die Frage, welchen Klimaaspekt er in seinem Garten hervorheben möchte, antwortet Rietkötter: „Besonders stolz bin ich auf den Aspekt, dass sowohl mein Gemüse- als auch mein Erholungsgarten komplett ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Fremddünger auskommen.“

Fritz Rietkötter aus Wildeshausen auf seiner Terrasse.

Bruns weist daraufhin, dass alle Flächen immer irgendwie bewachsen sind und somit Wasser gespart werden kann. Auch werde der Rasen nur auf den Flächen gemäht, die als Wege genutzt werden.

Beim Garten von Andrea und Peter Hiltrop hat die Jury unter anderem eine Fassadenbegrünung, die minimale Bodenversiegelung, eine „wunderschöne Blühfläche“, ein kleiner Teich, in den das Regenwasser geleitet wird, und ein großer Gemüsegarten überzeugt. Auch gibt es in diesem Garten viele Nistmöglichkeiten für Vögel, ein Insektenhotel und eine Pflanzenkläranlage, in der Abwasser gereinigt wird.

Andrea und Peter Hiltrop genießen ihren Garten in der Gemeinde Dötlingen.

Zusätzlich hat sich die Jury auf vier Sonderpreise für besonders lobenswerte Gestaltungselemente verständigt: Einen Sonderpreis erhalten Sabine und Peter Altmann aus Hude, die in ihrem Garten besonders viele unterschiedliche Lebensräume für verschiedenste Tiere und Pflanzen geschaffen haben.

Frauke Carstens und Katharina Warmuth haben als Mieterinnen einen Garten bei einem Vier-Parteien-Haus in Sandkrug im Frühjahr 2021 neu angelegt – mit Gemeinschaftsgarten und Blühwiese. Ein großer Balkon wurde mit vielen Kästen und Kübeln ausgestattet, in denen unter anderem Bohnen, Mangold und heimische Stauden wachsen.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Oldenburg: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Der Garten von Astrid Kruid in der Gemeinde Hude sticht durch eine sehr große Pflanzenvielfalt und durch gezielte Nahrungspflanzen für bestimmte Tierarten hervor. Auch finden in dem Garten, gebrauchte Gegenstände eine Wiederverwendung.

Der Sonderpreis für den Garten von Insa Winkler in Hude wird für die gelungene Kombination von Natur, Kunst und Klimaschutz vergeben.

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