Sohn Maik steigt ins Unternehmen von Vater Karsten Scheele ein

In kleiner Sandkuhle im Garten fing es mit Mini-Bagger an

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Die große Halle für den Fuhrpark hat eine Größe von 108 mal 24 Meter.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Platzmangel und keine Möglichkeit zur Erweiterung. Das waren die Gründe dafür, dass sich das Unternehmen Scheele Erdbau entschieden hat, aus Lüerte abzuwandern und an der Visbeker Straße am Rande der Kreisstadt einen neuen Firmensitz zu bauen. Dieser ist bis auf einige kleine Restarbeiten fertig. Seit einigen Wochen hat Geschäftsführer Karsten Scheele zudem tatkräftige Unterstützung: Sohn Maik (22) hat die Meisterschule zum Straßenbaumeister absolviert und ist jetzt in die Firma eingestiegen.

Damit geht das Familienunternehmen, das Hinrich Scheele im Jahr 1961 gegründet hat, in die dritte Generation. „Natürlich ist mein Vater begeistert, dass wir sein Unternehmen so weiterführen, wie er es sich erhofft hat“, so Scheele. Besonders stolz sei er darauf, dass jetzt schon einer der Enkel dabei ist.

„Wir hätten am alten Standort nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können. Wir sind dort mit unseren 60 Mitarbeitern und dem großen Fuhrpark im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten geplatzt“, so Karsten Scheele. Das neue Gebäude biete jetzt genügend Platz für alle Belange: „Wir hätten auch schon längst Einweihung gefeiert, aber die Auftragslage gibt das derzeit einfach nicht her. Wir haben Baustellen in Wittmund, Cuxhaven und Hooksiel. Der Schwerpunkt liegt jedoch im Landkreis Oldenburg.“ In etwa vier Wochen werde das alte OLB-Gebäude an der Westerstraße in der Kreisstadt abgerissen: „Dann ist die Entkernung abgeschlossen. Mit dem Abriss des Pavel-Hauses an der Bahnhofstraße beginnen wir in der kommenden Woche. Aktuell sind wir auch mit dem Neubau des Hotels ,Gut Altona‘ beschäftigt.“ Eine kleine Einweihungsfeier werde es daher zum Jahresende in der etwas ruhigeren Zeit geben.

Wenn der Vater mit dem Sohne: Maik Scheele (links) ist in das Unternehmen von Vater Karsten eingestiegen.

Für Sohn Maik stand schon seit vielen Jahren fest, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten will: „Ich war schon als kleines Kind von den großen Baggern und Maschinen hellauf begeistert. Das hat sich bis heute noch kein bisschen geändert.“

„Er und sein Bruder Henrik, der derzeit ein duales Studium bei der Volksbank absolviert und dann ebenfalls in die Firma einsteigt, waren wirklich verrückt nach solchen Maschinen“, fügt der Vater an. So habe er ihnen im Garten früher nicht etwa eine Sandkiste gebaut, sondern eine 100 Quadratmeter große Sandkuhle aufgeschüttet: „Zuerst waren es die Siku-Autos und Tret-Trecker, mit denen sie gespielt haben.“ Als Maik zehn Jahre alt gewesen sei, habe er in seiner Sandkuhle schon einen echten Mini-Bagger bedient. „Stimmt“, sagt der Sohn, „einer hat ein Loch gebaggert, und der andere hat es dann wieder zugeschüttet. So ging das wirklich stundenlang und fast täglich.“

„Jede Baustelle eine echte Herausforderung"

Was ihn an seinem Beruf außer den Maschinen noch reize, sei die Tatsache, dass jede Baustelle anders sei und er viel mit Menschen zusammenkomme: „Jede Baustelle ist immer wieder eine echte Herausforderung. Ich finde diesen Beruf besser, als ewig im Büro zu sitzen.“ Im Unternehmen Scheele ist Maik jetzt für die Kalkulation der Baustellen sowie die Koordination und das Einteilen der Mitarbeiter zuständig.

„Jetzt, wo Maik als Meister in unserem Betrieb ist, bilden wir auch zum Straßenbauer aus“, erzählt Karsten Scheele. Die beiden ersten Auszubildenden würden am 1. August anfangen: „Insgesamt sechs Jugendliche haben bei uns ein Praktikum gemacht. Wir haben uns schließlich für diese beiden 17-Jährigen entschieden.“ „Die waren wirklich gut und haben großes Interesse an der Arbeit gezeigt. Und gerade das ist sehr wichtig“, fügt Maik Scheele an.

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