Bebauungsplan „Vor Bargloy“ nimmt weitere Hürde / Einige Mehrfamilienhäuser möglich

Kleine Grundstücke, günstiger Wohnraum

Viel Platz zum Bauen: Um diesen Bereich geht es bei den Planungen.
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Viel Platz zum Bauen: Um diesen Bereich geht es bei den Planungen.

Wildeshausen – Kleinere Grundstücke und die Möglichkeit, mit Mehrparteienhäusern günstigeren Wohnraum zu schaffen. Das sind Zielsetzungen für ein neues Baugebiet, das die Stadt Wildeshausen nördlich des Bargloyer Weges schaffen will (wir berichteten). Am Mittwochabend befasste sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt mit dem Konzept im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Vor Bargloy“.

Thomas Aufleger von Nordwestplan (NWP) in Oldenburg stellte dem Ausschuss die Ergebnisse der ersten Auslegung des Entwurfs vor. In diesem Rahmen war vorgeschlagen worden, kleine Grundstücke mit 400 Quadratmetern zu parzellieren, da sich viele Bürger weniger Garten wünschen. Zudem gab es im Rahmen der Stellungnahme öffentlicher Träger Kritik an den geplanten drei Stichstraßen. Das Gebiet wird nun ringförmig erschlossen.

Der Ausschuss empfahl mit großer Mehrheit die erneute öffentliche Auslegung des Planentwurfs, sodass damit der Weg freigemacht wurde, bereits im nächsten Jahr mit der Erschließung beginnen zu können.

In der Diskussion gab es allerdings Kritik an der geplanten Bauweise. Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff monierte, dass „große Klötze“ mit zwei Geschossen sowie einem Staffelgeschoss entstehen könnten. „Deshalb sollten wir nur eine eingeschossige Bauweise mit einem Staffelgeschoss zulassen“, so Temming-Hanhoff.

Aufleger machte jedoch deutlich, dass die maximale Traufhöhe von 6,50 Metern bei einem Flachdach oder die Gesamthöhe von zwölf Metern bei geneigten Dächern die Wuchtigkeit der Gebäude begrenzen. Die Stadt müsse sich aber grundsätzlich fragen, was sie wolle. Es gebe nun mal die Nachfrage nach kleinen Mehrfamilienhäusern.

Das sah auch Frank Stöver (CDW) so. „Wir müssen so planen, dass wir nicht mehr so viel Boden versiegeln. Wo sollen denn die Mehrfamilienhäuser in der Stadt sonst hin?“, fragte er. Auch Wolfgang Sasse (CDU) war dieser Ansicht: „Irgendwo müssen die Menschen mit einem geringeren Einkommen ja wohnen. Wir gestalten hier ein riesiges Gebiet nach modernen Erkenntnissen“, betonte er. Von daher sei die Befürchtung von Hermann Hitz (UWG), es könnten neue „Brennpunkte“ entstehen seiner Meinung nach nicht zutreffend.

Marko Bahr (FDP) fragte sich, wie es in dem Gebiet genügend Bäume geben soll, wo eine Pflanzung eines heimischen Laubbaumes erst bei einer Grundstücksgröße von mindestens 600 Quadratmetern vorgeschrieben ist.

Aufleger machte jedoch deutlich, dass die Straßen derzeit mit neun Metern Breite sehr umfangreich geplant sind. „Dort können viele öffentliche Bäume gepflanzt werden. Andernfalls benötigte man für die Straßen nämlich nur rund sieben Meter.“

Das gesamte Viertel soll im Übrigen als verkehrsberuhigter Bereich konzipiert und ausgebaut werden. Schließlich sollen dort möglichst viele Familien wohnen.  dr

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