Angebot startet am 21. Juni / Großer Andrang erwartet

Kleiderkammer: Es geht wieder los

Die erste Sommerkleidung ist schon da: Ursula Schulte in der Kleiderkammer am Bahnhof.
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Die erste Sommerkleidung ist schon da: Ursula Schulte in der Kleiderkammer am Bahnhof.

Wildeshausen – Mehr als ein halbes Jahr lang war die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in der Halle am Wildeshauser Bahnhof geschlossen. Am 21. Juni öffnet sie aber wieder ihre Türen. Es ist mit einem großen Ansturm zu rechnen – sowohl von Spendern als auch von Kunden.

„Es haben sich schon viele Menschen bei mir gemeldet, die Kleidung abgeben wollen“, berichtet Ursula Schulte. Die 72-Jährige leitet die Kleiderkammer zusammen mit Anita Brengelmann und Michaela Petersen. Sie ist für den Laden zuständig und muss nun nach der langen Zeit, in der keine Ware angenommen und verkauft wurde, umplanen. Auf vielen Ständern hängt derzeit noch die Winterkleidung, die eigentlich ab Herbst abgegeben werden sollte und dann coronabedingt zum Ladenhüter wurde. Damit kann jetzt vorerst keiner mehr etwas anfangen, sodass viele Stücke in Kartons verpackt ins Lager zurücksortiert werden. „Aus diesem Grund freuen wir uns natürlich, wenn nun Sommerkleidung gespendet wird“, sagt Schulte. „Und selbstverständlich brauchen wir immer Bettwäsche und Schuhe.“

In der kommenden Woche wird geputzt und sortiert

Glücklicherweise konnte die Kleiderkammer in den vergangenen Monaten Winterware an die Malteser in Hude abgeben, die damit Menschen in Weißrussland unterstützen. Zudem war Schulte in der kalten Jahreszeit immer Ansprechpartnerin für Obdachlose, die von der Stadt geschickt wurden, sowie für das Frauen- und Kinderhaus. „Die brauchten ja oft schnell warme Kleidung“, sagt sie.

Nun aber wird das Team aus 19 Frauen in der kommenden Woche den Laden gründlich putzen und alles umräumen. „Alle sind motiviert“, freut sich Schulte, weiß aber, dass es viel ehrenamtliche Arbeit erfordert, die 250 Quadratmeter Angebotsfläche mit mehreren Tausend Kleidungsstücken und die benachbarte Halle zum Sortieren wieder auf Vordermann zu bringen.

Die Ware wird zu Preisen ab einem Euro pro Teil angeboten. Einen Anzug können Kunden bereits für fünf Euro bekommen. Besonders festliche Kleidung – wie ein Abendkleid – kostet dann etwas mehr. „Es gibt einige Menschen, beispielsweise aus Bulgarien und Rumänien, die schicken hier erworbene Sachen zu ihrer Familie in die Heimat“, weiß Schulte. Entscheidend sei, dass damit Bedürftigen geholfen werden könne.

Die Annahme von Kleidung ist ab Montag, 21. Juni, montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr möglich. Die Abgabe von Kleidung erfolgt nur jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. „Wenn sich das herumspricht, dass wir wieder geöffnet haben, wird es bestimmt bald wieder voll hier“, ahnt Schulte. Die Einnahmen würden übrigens an den Kreisverband des Roten Kreuzes abgeführt, der unter anderem die Räume am Bahnhof angemietet habe.

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