Ausschuss fordert vom Land eine volle Stelle pro Standort

Klares Votum für mehr Schulsozialarbeit in Wildeshausen

Platz für ein Basketballfeld: Die Realschule hätte gerne ein eingezäuntes Areal.
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Platz für ein Basketballfeld: Die Realschule hätte gerne ein eingezäuntes Areal.

Wildeshausen – Die Wildeshauser Politik macht deutlich, dass sie mehr Stellen für Sozialarbeit an den Schulen für erforderlich hält.

Auf Anregung des Vorsitzenden Günter Lübke (CDU) empfahl der Schulausschuss am Mittwochabend nicht nur, der Realschule das Geld für eine Viertelstelle ab Mai 2022 bis zum 31. März 2023 zur Verfügung zu stellen, er forderte auch vom Land die Einrichtung von je einer vollen Sozialpädagogenstelle an jedem Schulstandort in städtischer Trägerschaft.

„Das ist ein klares Signal“, so Lübke, und Woldemar Schilberg (SPD) stellte fest: „Das Land lässt uns bisher damit hängen.“

Die Diskussion war auf Antrag der Realschule in Gang gesetzt worden. Diese verfügt seit 2012 über eine halbe städtische Stelle Schulsozialarbeit. Diese Stelle wurde zusammen mit den anderen an den Wildeshauser Schulen vorgesehenen Stellen aufgrund der eigentlichen Zuständigkeit des Landes mit einem Vermerk versehen, dass sie bei den Haushaltsberatungen einer Prüfung unterliegt.

Weil es an der Realschule einen Mehrbedarf gibt, konnte die Stadtverwaltung in Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen erreichen, eine nicht besetzte Viertelstelle an der Hauptschule der Realschule zuzuschlagen. Allerdings nur befristet bis zum 30. April 2022, sodass die Einrichtung bei der Stadt beantragt hatte, diese Stelle länger zu finanzieren. Das soll nun ein Jahr lang geschehen und anschließend erneut beraten werden.

Realschule soll neuen Basketballplatz bekommen

Beratungsbedarf gibt es auch noch beim geplanten Basketballplatz auf dem Gelände der Realschule. Dieser war von der Einrichtung beantragt worden und dürfte nach Angaben der Verwaltung rund 50.000 Euro kosten. Allerdings, so Kämmerer Thomas Eilers, hoffe man auf eine Förderung des Projektes, um den Eigenanteil der Stadt reduzieren zu können. Der Ausschuss stellte sich hinter den Antrag. Klaus Schultze (Grüne) betonte: „Das Angebot an Plätzen ist unabhängig von den Vereinen nicht so prall in Wildeshausen.“ Der Platz sei wichtig an der Schule, die Nutzung dürfe aber nicht ausarten. Aus diesem Grund schlägt die Stadtverwaltung die Installation eines Zaunes (Kosten: 10.000 Euro) vor, damit keine abendliche Lärmbelästigung von dem Platz ausgeht. „Es wäre aber traurig, wenn es wegen der Kosten für den Zaun scheitern würde“, so Schultze. Auch Schulleiter Jan Pössel befürwortete einen Zaun. „Der Vorteil ist, dass der Ball nicht wegrollen kann.“

Claudia Gladen (UWG) regte an, im Vorfeld mit den Anwohnern zu sprechen, da es wohl Ende der 1990er-Jahre Ärger wegen einer Lärmbelästigung gegeben hatte. Auf Nachfrage von Christin Rolliè (CDW) teilte Baudezernent Manfred Meyer mit, dass der Multifunktionsplatz auf der Burgwiese zwar schon geplant werde, es aber noch eine förmliche Beauftragung durch den Stadtrat geben müsse.

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