Rat berät über Raumnot an Grundschulen

Klares Signal für Übertragung der Hunteschule?

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Der Rat wird sich aller Voraussicht nach mehrheitlich für eine Rückübertragung der Hunteschule einsetzen.

Wildeshausen - Die Zukunft der Grundschulen in Wildeshausen steht am Mittwoch auf der Tagesordnung des Rates, der ab 17 Uhr im Rathaussaal tagt. Es ist davon auszugehen, dass zumindest bei einem Punkt der Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses eine deutliche Mehrheit erzielt wird. Dabei geht es darum, den Bürgermeister zu beauftragen, die Rückübertragung der Hunteschule einzuleiten – wie auch immer dann eine spätere Nutzung aussieht.

Auf Initiative von Landrat Carsten Harings hat es auf Verwaltungsebene ein Gespräch gegeben, das sich mit dieser Frage beschäftigte. Dabei wurde deutlich, dass die Stadt Wildeshausen ein klares Signal setzen sollte, die Liegenschaft zurückübertragen zu bekommen. Denn auf Kreisebene sind auch Prüfungen darüber denkbar, den Standort Hunteschule für andere Förderschulzweige zu nutzen, die in den kommenden Jahren stärker angewählt werden dürften.

Bislang gibt es noch keinen Vergabebeschluss an einen Planer, verschiedene Alternativen für den Grundschulausbau zu prüfen. Dieser könnte im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung nach einer öffentlichen Diskussion erfolgen.

Als Beschlussempfehlung liegt dem Rat vor, für die Neuausrichtung der Wildeshauser Grundschulstruktur Räumlichkeiten für eine Zehnzügigkeit vorzuhalten. Zumindest eine Grundschule soll als Ganztagsschule geführt werden können. Die katholische Grundschule St.-Peter soll ab dem Schuljahr 2018 maximal zweizügig sein, zudem geht es darum zu prüfen, ob die Raumnot durch Anbauten an der Holbein- und der St.-Peter-Schule gelindert werden kann und ein Umzug der St.-Peter-Schule an den Standort der Hunteschule machbar wäre. 

Für den Bau einer neuen Grundschule im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme soll lediglich eine Kostenschätzung erstellt werden. Ergänzend möchte die CDU eine Aufstellung darüber haben, zu welchen Kosten in den vergangenen Jahren in Niedersachsen Grundschulen gebaut wurden.

Der Plan, eine neue Schule zu bauen, findet durchaus Zustimmung bei einigen Ratsmitgliedern. So hat der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff einen dementsprechenden Antrag gestellt. Auch die FDP hat sich dafür ausgesprochen, und die UWG-Fraktion ist der Meinung, dass angesichts vieler Neubürger sowie von rund 220 bulgarischen Kindern, die demnächst schulpflichtig werden, an den bestehenden Grundschulen der Platz fehlt. „Deshalb“, so Schulausschussvorsitzender Hermann Hitz (UWG), „benötigen wir eine Schule mit Kindergarten und Sporthalle im Westen der Stadt.“ Das könne realisiert werden, indem die Holbeinschule in den Neubau ziehe und am ehemaligen Standort genügend Platz für die St.-Peter-Schule und die benachbarte Realschule geschaffen würde.

dr

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