UWG setzt sich weiter nachhaltig für Sanierung des Kurbades ein / „Traglufthalle wäre energetisches Provisorium“

„Klärwerk-Verkauf wäre eine Katastrophe“

Das Kurbad im Krandel aus der Luft.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Die Diskussion über die Zukunft des Kurbades reißt nicht ab. „Jetzt ist eine klare und umsetzbare Lösung gefragt“, fordert die UWG in einer Mitteilung. Und diese kann nach Einschätzung der Ratsfraktion nur „Sanierung“ heißen.

„Nachdem die ersten Ergebnisse der Begutachtung des Hallenbades vorliegen, ist plötzlich wieder Ruhe in die zuvor so hitzig geführte Debatte um die Schließung des Bades eingekehrt“, erklärte Ratsherr Rainer Kolloge. „Insbesondere sind diejenigen verstummt, die dem Bürgermeister noch vor kurzem vorgeworfen hatten, das Bad unnötigerweise und nur aus politischem Kalkül heraus geschlossen zu haben.“ Die Ergebnisse bestätigten vollumfänglich die von der Verwaltung schon im Sommer vergeblich angemahnte Notwendigkeit, die technischen Einrichtungen des Bades überprüfen zu lassen und Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Die Ergebnisse seien damit eine schallende Ohrfeige für die CDU/FDP-Mehrheitsgruppe, die jegliche Begutachtung und Investition rundweg abgelehnt und damit die Schließung des Bades sehenden Auges in Kauf genommen habe.

„Jetzt liegt das Kind im Brunnen, und es muss schnellstmöglich gehandelt werden, um das Bad wieder zu öffnen“, so Kolloge. „Wohl aufgrund des öffentlichen Drucks haben sogar CDU und FDP bislang zugestimmt, entsprechend den Vorgaben der Gutachter bis zu 150 000 Euro für Reparaturmaßnahmen im Bad und weitere Begutachtungen bereitzustellen. Dieses Geld ist aber nur dann sinnvoll angelegt, wenn jetzt endlich auch mit der umfassenden Sanierung des Bades begonnen wird.“

Nach Einschätzung der UWG gibt es hierzu auch keine vernünftige Alternative. Das von dritter Seite in die Diskussion eingebrachte Konzept einer Traglufthalle koste nahezu eben so viel wie eine Sanierung des Hallenbades, stelle aber ein bauliches und energetisches Provisorium dar, das dem Bürger und Steuerzahler nicht ernsthaft zugemutet werden könne. „Der von der CDU/FDP-Mehrheitsgruppe immer noch befürwortete Neubau des Hallenbades ist – ebenso wie schon vor vier Jahren – nicht bezahlbar und wird dies auch in Zukunft nicht sein“, so Ratsherr Heiner Spille. Ein in diesem Zusammenhang ins Gespräch gebrachter Verkauf des Klärwerkes an den OOWV wäre schon wegen der hiermit verbundenen Einnahmeausfälle aus Sicht der Stadt eine „finanzpolitische Katastrophe“. Es sei zu hoffen, dass die CDU über einen solchen Verkauf nicht schon hinter verschlossenen Türen mit dem OOWV verhandele.

„Wir sind nach Rücksprache mit zahlreichen Experten und nach den jüngsten Diskussionen zu dem Ergebnis gekommen, dass die von uns seit mehr als vier Jahren geforderte Sanierung des Kurbades nach wie vor die einzig richtige Lösung ist“, so Spille. „Die Sanierung versetzt das Kurbad praktisch in einen Neubauzustand und ist dabei für die Stadt finanzierbar. Mit dem von der Verwaltung in den Haushalt 2011 eingestellten Betrag von 4,2 Mio € kann bereits der Großteil der Sanierungsarbeiten im Hallenbad bewältigt werden. Unser Ziel ist es, das Bad in seiner jetzigen Form, das heißt mit 25-Meter-Innenbecken und 50-Meter-Außenbecken, zu erhalten und möglichst schnell mit der Sanierung zu beginnen.“

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