Corona-Lage zu unsicher

Kirmes-Park abgesagt

Noch lohnt sich die Werbung nicht: Niemand weiß, ob es in Wildeshausen einen Kirmes-Park geben wird.
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Vielleicht später: Niemand weiß derzeit, ob es in Wildeshausen noch einen Kirmes-Park geben wird.

Update 20. Mai: Im März hat der Berufsverband für Schausteller und Marktkaufleute in Oldenburg (BSM Oldenburg) seine Konzeption für einen Kirmespark in Wildeshausen in der Zeit vom 4. bis 20. Juni vorgestellt. Nun teilt der BSM Oldenburg mit, dass der Kirmespark aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der aktuellen Pandemie-Entwicklung nicht im Juni aufgebaut kann und nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden sollte. 

Artikel vom 5. Mai 2021: Der Kirmes-Park in Wildeshausen, geplant vom 4. bis zum 20. Juni im Krandel, sollte in dieser Zeit eigentlich ein Stück Normalität in die Kreisstadt bringen. Nach aktuellem Stand ist der Aufbau des temporären Freizeitparkes jedoch stark gefährdet. „Die Lage hat sich zugespitzt“, gibt David Eisenhauer, Vorsitzender des Berufsverbandes der Schausteller und Marktkaufleute Oldenburg, zu.

Ursprünglich wollten die von der Corona-Pandemie gebeutelten Jahrmarktbetreiber am morgigen Freitag mit einem Kirmes-Park in Hooksiel in die Saison starten. „Das haben wir aber schon abgesagt“, berichtet Eisenhauer. „Wir würden dann in Wildeshausen mit unserem Konzept starten, wenn wir dürfen.“

Die Marktleute haben nach eigenen Angaben einen guten Draht zur Wildeshauser Stadtverwaltung und treiben ihre Planungen voran. „Wir haben bereits weitere Details besprochen und wollen die Veranstaltung gerne offensiv bewerben“, sagt Eisenhauer. Ob es eine Kirmes im Krandel gibt, hängt aber weder von der Stadt noch von den Schaustellern ab. Ein wichtiger Termin ist laut Eisenhauer der 12. Mai. Dann soll es einen „runden Tisch“ der Veranstaltungswirtschaft mit der Landesregierung in Hannover geben, der festlegt, was erlaubt wird und was nicht.

Es soll jedes Risiko vermieden werden

„Die Lage ist beunruhigend“, findet Eisenhauer. „Wir wollen selbstverständlich jedes Risiko vermeiden.“ Auf der anderen Seite sehen sich die Marktleute nicht als Treiber der Pandemie. „Wir holen die Leute aus den Häusern an die frische Luft“, sagt der Veranstalter. „Das ist doch wichtig, dass die Menschen nach draußen kommen.“ Zudem gebe es für den Kirmes-Park ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept.

Hauptziel des Jahrmarktes im Krandel sei es jedoch, den Schaustellerkollegen eine Perspektive zu schaffen, um eine sichere Alternative zu den weggebrochenen Veranstaltungen zu bieten sowie den Besuchern der Region ein Stück Normalität und Abwechslung bieten zu können. Mit „normalen“ Jahrmärkten ohne Kontaktbeschränkungen rechnen die Schausteller erst ab dem frühen Herbst. „Wenn möglichst viele Leute geimpft sind“, so Eisenhauer.

Angebot für die ganze Familie

Sollten die Inzidenzwerte bis zum Juni deutlich sinken und damit auch viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens zurückgenommen werden können, möchten die Marktleute „familienfreundliche Fahrgeschäfte mit angepasster Lautstärke“ wie eine Geisterbahn, den Musikexpress, den „Scheibenwischer“ sowie ein Kettenkarussell, Trampoline, Spielgeschäfte, Gastronomie und Süßwarenverkauf in die Kreisstadt holen.

Der Kirmes-Park würde sich über einen Teil der Glaner Straße bis hin zum Krandelparkplatz erstrecken. Zielgruppe sind Familien mit Kindern aus Wildeshausen und dem Umland.

Der Rat der Stadt Wildeshausen hat den Plänen bereits zugestimmt und die Risikobereitschaft der Schausteller gelobt. Vor zwei Monaten war aber noch nicht absehbar, wie sich die Infektionslage in der Kreisstadt entwickeln wird.

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