Personalentwicklung

Kirchengemeinden sollen enger zusammenarbeiten

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Synoden-Präsident Detlev Lauhöfer (links) bedankte sich bei Kreispfarrer Bertram Althausen.

Delmenhorst/Landkreis - Die Synode des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land hat am Wochenende in der Kirchengemeinde „Zu den Zwölf Aposteln“ in Delmenhorst getagt. Ein zentrales Thema während dieser zweiten und letzten Sitzung in dieser Konstellation war unter anderem die künftige personelle Ausstattung mit Pastoren und hauptamtlichen Mitarbeitern. Kreispfarrer Bertram Althausen gab einen Überblick über die angenommenen Zahlen und Entwicklungen.

Althausen erinnerte in seinem Bericht daran, dass es den Kirchenkreis mittlerweile seit zehn Jahren gibt. Er rief den Anwesenden die wichtigen Entscheidungen sowie Weichenstellungen in den Bereichen Diakonie, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch Flüchtlingsarbeit ins Gedächtnis, heißt es in der Pressemitteilung des Kirchenkreises. Die besondere Herausforderung für die kommende Synode sei der zu erwartende Rückgang der Pfarrstellen sowie deren Wiederbesetzung.

Dazu brachte der Kreiskirchenrat eine Beschlussvorlage zu den Entwicklungsräumen für das künftige Pfarrstellenbesetzungskonzept ein: „Da in Zukunft der Umfang neuer Pfarrstellen ausschließlich nach der Anzahl der Gemeindeglieder festgelegt wird, aber nahezu alle Kirchengemeinden mit einem Rückgang der Gläubigenzahlen zu rechnen haben, schlägt der Kreiskirchenrat vor, Entwicklungsräume von Nachbargemeinden zu bilden“, heißt es in dem Bericht. 

Angedacht seien dabei Kooperationen und gemeinsame Arbeitsfelder, die teilweise schon bestünden. Es gelte, diese so festzuschreiben, dass es in einer Stellenausschreibung nutzbar gemacht werden kann. „Die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden bleibt von diesem Konzept unberührt“, so Althausen. Auf Dauer seien Neubesetzungen bei knapper werdenden Personalressourcen nur bei Vollzeitstellen aussichtsreich.

Denn der Bedarf sei vorhanden: Bis zum Jahr 2030 werden 19 Pfarrstellen von den derzeit 38 durch reguläre Eintritte in den Ruhestand frei. Außerdem verringere sich die Zahl der Gemeindepfarrstellen auf rund 28. Das seien zwar Schätzwerte, die aber nach verschiedenen Modellen durchgerechnet wurden. Die Kreissynode nahm diesen Beschluss mit großer Mehrheit an, allerdings wurde die Meldefrist an den Kreiskirchenrat verlängert, damit ausreichend Zeit für Gespräche zwischen den Gemeinden sei, heißt es weiter.

Die Arbeit der Familienbildungsstätte stellte später deren Leiterin Christine Peters den Anwesenden vor. Durch das Kursangebot werde ein wichtiger Beitrag zur Integration von Flüchtlingen geleistet. Viele Veranstaltungen seien international besetzt, oft auch mit Übersetzern als Hilfe. Peters kritisierte einen geringen kommunalen Zuschuss. 

Die Arbeit laufe derart gut, dass es manchmal an Räumen, vor allem aber häufig an fehlenden Fachkräften liege, dass nicht noch mehr angeboten würde. Saskia Kamp aus Harpstedt, neue Leiterin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis, dankte anschließend ganz besonders den vielen Ehrenamtlichen, die sich in den Projekten für andere Menschen einsetzen. Die Kreissynode tritt das nächste Mal am Freitag, 25. Januar, um 17 Uhr in Hude – dann in neuer Besetzung – zur konstituierenden Sitzung zusammen.

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