Synodale wählen Mitglieder für Leitungsgremien und Ausschüsse

Kirche als eine „relevante Akteurin“

Bischof Thomas Adomeit (r) , die neue Präsidentin Sabine Blütchen (3.v.r.) und das neue Synodenpräsidium. Foto: Grötzsch

Oldenburg/Landkreis – Die 49. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat auf ihrer konstituierenden Tagung am Sonnabend in der Oldenburger St. Lambertikirche Sabine Blütchen einstimmig (bei einer Enthaltung) zur Präsidentin der 49. Synode gewählt. Die 66-jährige Rechtsanwältin aus Oldenburg war die einzige Kandidatin und bereits Präsidentin der beiden vorangegangenen Synoden, berichtet die Landeskirche von der Wahl. Zu ihren Stellvertretern bestimmte das Gremium Birgit Osterloh (63 Jahre aus Elsfleth) und Pfarrer Kai Wessels (62 Jahre aus Wilhelmshaven).

Vor der Wahl hatte Bischof Thomas Adomeit die konstituierende Tagung offiziell eröffnet. Dabei erinnerte er daran, dass die Synodalen ihr Amt nicht als Vertreter der „Kirchengemeinde A oder des Kirchenkreises B“ versähen, sondern „für die Gesamtheit der Kirche – und damit vielleicht sogar auch gegen die Erwartungen der eigenen Gemeinde oder des eigenen Kirchenkreises zu sprechen und zu entscheiden“ hätten, heißt es in der Mitteilung aus Oldenburg weiter.

Adomeit zeigte sich weiterhin zuversichtlich, dass es der Synode gelingen werde, dass die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg „eine gesellschaftlich relevante Akteurin“ bleibe. Sie werde wahrgenommen und rede hörbar und verstehbar von Gottes Wirken in dieser Welt, war sich der Geistliche sicher. Sie nehme ihren Auftrag in diakonischem Handeln, in der Bildungsarbeit, im Gottesdienst, in der Seelsorge und auch mit dem Blick über den Tellerrand weltweit wahr.

Angesichts zurückgehender Mitgliederzahlenliege ein großes Aufgabenfeld vor der Synode, nämlich die „Sicherstellung des Verkündungsauftrages unserer Gemeinden und Einrichtungen“, führte der Bischof weiter aus. Er sei sich sicher, „dass auch die bisherigen Themen Klimagerechtigkeit, Frieden, Flucht vor Hunger, Armut und Verfolgung, Eingang in die synodale Arbeit finden werden“, heißt es weiter. Er forderte die Synodalen auf, „als Kirche einen sicheren und klaren Weg sowohl der Spiritualität, der Frömmigkeit und auch der Weltzugewandtheit“ zu gehen. „Lassen Sie uns alle in unserer Kirche nicht verzweifelt an Altem festhalten, sondern loslassen, wo es erforderlich ist, neues Denken wagen.“

Das Kirchenparlament ist das oberste Organ der Kirche. Es nimmt stellvertretend für die Gemeinden die geistliche und rechtliche Verantwortung für das Leben der Kirche wahr. Die Synode ist beauftragt, auf allen Gebieten Entscheidungen zu fällen. Ihr steht die kirchliche Gesetzgebung zu, sie ist für den gesamtkirchlichen Haushalt verantwortlich und wählt einen Bischof sowie die Oberkirchenräte. Die Synode, deren Amtszeit sechs Jahre beträgt, hat insgesamt 60 Mitglieder – 26 Frauen und 34 Männer. Davon wurden 54 im vergangenen Jahr von den sechs Kreissynoden gewählt. Ein Drittel der Gewählten sind ordinierte Geistliche und zwei Drittel andere Gemeindeglieder. Weitere sechs Synodale wurden vom Oberkirchenrat berufen, dazu zählen zum zweiten Mal auch zwei Jugenddelegierte. Die erste Tagung der Synode ist vom 14. bis zum 16. Mai in der Evangelischen Heimvolkshochschule in Rastede angesetzt.

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