Initiative plant Ausweitung

Kippenfreie Straßen soll es im ganzen Landkreis geben

Ein Aschenbecher von „Tobacycle“ in Wildeshausen: Hier können Kippen umweltgerecht entsorgt werden.
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Ein Aschenbecher von „Tobacycle“ in Wildeshausen: Hier können Kippen umweltgerecht entsorgt werden.

Wildeshausen – Die Initiative „Kippenfreies Wildeshausen“, die vor knapp einem Jahr nach einer Idee von Bastian Lahrmann und Jens Fröhlke in der Kreisstadt startete, strebt nun nach eigenen Angaben einen „kippenfreien Landkreis“ an.

„Zigarettenkippen müssen aus der Umwelt raus“, sagen Lahrmann und Fröhlke. Schon ein Blick auf Parkplätze, Straßen und Bürgersteige in der Innenstadt reiche derzeit, um ein frustriertes Seufzen auszulösen.

Dennoch wollen die beiden nicht aufgeben. „Zigarettenkippen auf dem Boden sind längst kein ästhetisches Problem mehr, sie stellen ein gravierendes Umweltproblem dar“, so Fröhlke. Ein Filter brauche zehn Jahre, bevor er verrotte. Er verschmutze als Mikroplastik die Umwelt, und die ungezählten Gifte, die in einer Kippe enthalten seien, vergifteten bis zu 1 000 Liter Wasser.

Bodenaschenbecher nicht so gut geeignet

Aus diesem Grund rät die Initiative auch von den Bodenaschenbechern ab, die in der Stadt Oldenburg und im Wildeshauser Stadtpark verbaut wurden. Der Regen spüle die Gifte aus den Kippen und verbreite sie in der Umwelt, so die Kritik. Die Aschenbecher unterstützten außerdem die Haltung, dass man Kippen einfach wegwerfen dürfe.

Fröhlke und Lahrmann setzen sich stattdessen dafür ein, die Aschenbecher von „Tobacycle“ im ganzen Landkreis aufzubauen, in denen Stummel trocken und isoliert gesammelt werden, um recycelt werden zu können. „Auch Taschenaschenbecher aus recycelten Kippen sollen Menschen für das Problem sensibilisieren. Keiner will das Rauchen unterbinden, denn es bleibt eine private Sache. Was aber danach mit den Kippen passiert, betrifft leider alle“, so Lahrmann.

Die Mitglieder der Initiative, dazu gehören auch Majken Hjortskov, Matthias Kluck, Annick Mabuleau-Pohl und Christian Suhr, wollen nun möglichst viele Menschen im Landkreis dazu animieren, nicht nur aktiv bei vierteljährlichen Sammelaktionen mitzuwirken, sondern auch die eigene Verantwortung für das Entsorgen der Zigaretten zu übernehmen. Wer Interesse an der Arbeit hat, kann die Initiative auf Facebook besuchen.  

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