Landkreis Oldenburg: Kommunen bieten Notbetreuung an

Kindertagesstätten ab Montag geschlossen

Die Stiefel bleiben im Regal: Die Kindertagesstätten bieten nur noch eine Notbetreuung an.
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Die Stiefel bleiben im Regal: Die Kindertagesstätten bieten nur noch eine Notbetreuung an.

Landkreis – Der Landkreis Oldenburg teilt mit, dass die Kindertagesstätten in Niedersachsen bis zum 31. Januar geschlossen sind. Lediglich die erlaubnispflichtige Kindertagespflege ist nicht untersagt.

Nach der Bund-Länder-Konferenz am 5. Januar hatte es Unsicherheiten gegeben, weil es keinen ausreichenden Vorlauf mehr gab, um Informationen an die Eltern weiterreichen zu können. Das Jugendamt des Landkreises Oldenburg und die kreisangehörigen Gemeinden haben jetzt wieder ein gemeinsames Konzept zur Ausgestaltung der Notbetreuung erarbeitet. Es kommt ab Montag, 11. Januar, zur Umsetzung.

Notbetreuung nur für wenige Eltern

Im Wesentlichen richtet sich die Notbetreuung an bestimmte Zielgruppen von Eltern und Kindern. So sollen Erziehungsberechtigte, die in betriebsnotwendiger Stellung in einem Bereich von allgemeinem öffentlichen Interesse arbeiten, Notbetreuung in Anspruch nehmen können.

Im Mittelpunkt der Notbetreuung stehen außerdem kindorientierte Überlegungen, wie ein Sprachförderbedarf oder der Bedarf der Förderung aufgrund einer Behinderung. Auch für Vorschulkinder steht die Notbetreuung zur Verfügung.

„Es besteht aber auch eine Begrenzung der Belegung der Gruppen“, heißt es von der Kreisverwaltung. „Ob also Kinder aller genannten Zielgruppen in die Notbetreuung aufgenommen werden können, hängt von den örtlichen Kapazitäten ab.“ Grundsätzlich gelte weiter, dass die Notbetreuung auf das notwendige Maß zu beschränken sei. Der Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstättenplatz sei also wie bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres zugunsten des Infektionsschutzes ausgesetzt.

Der Träger entscheidet

Zur Frage, wer über die Vergabe eines Notbetreuungsplatzes entscheidet, schreibt der Landkreis: Die Entscheidung obliegt dem Träger der Kindertagesstätte oder der Kindertagesstätte selbst. Diese stimmen sich mit der jeweiligen Gemeinde und dem Jugendamt ab. „Wir wissen, dass die jetzt wieder zugespitzte Situation der Schließung von Kindertagesstätten Familien vor große Herausforderungen stellt“, heißt es vom Landkreis an die Kommunen. „Der Alltag verliert seine gewohnte Struktur, Eltern und andere Erziehungsberechtigte müssen ein hohes Maß an Kreativität, Organisationsvermögen, Geduld und Ausdauer aufbringen, um das zu meistern. Hinzu kommen vielleicht Sorgen um die finanzielle Situation oder die Entwicklung im Beruf. Die Kinder vermissen ihre gewohnten Bezüge, ihre Freunde, ihren Alltag und müssen aufgefangen werden. Das ist alles sehr fordernd. Dennoch bitten wir um Verständnis, wenn aufgrund der Anforderung, die Kriterien sehr eng auszulegen sind und nicht allen Anträgen auf Notbetreuung entsprochen werden kann.“

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