Eltern schlagen neuen Namen vor 

Kinderspielkreis wird zum Landkindergarten Regenbogen

Die Jungen und Mädchen des Kinderspielkreises Kleinenkneten gehen bald in einen „richtigen“ Kindergarten. - Fotos: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Zeiten, in denen der Kinderspielkreis in Kleinenkneten von manchem Wildeshauser vielleicht ein wenig als nicht ganz vollwertige Betreuungsgruppe auf dem Land belächelt wurde, sind bald endgültig vorbei. Am 2. August eröffnet der Landkindergarten Regenbogen als vollwertiges Angebot der Stadt seine Türen.

Damit haben die langjährigen Bemühungen der Erzieher und Eltern, der pädogogischen Arbeit in der Landgemeinde mehr Gewicht zu geben, ein Ende. Denn schon viele Jahre wurde der Spielkreis wie ein Kindergarten geführt, es fehlten lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Räumliche und die längeren Betreuungszeiten.

Das ist bald Vergangenheit. „Die für die Umwandlung des Kinderspielkreises erforderlichen baulichen Maßnahmen werden während der Schließzeit in den Sommerferien durchgeführt“, kündigte Bürgermeister Jens Kuraschinski am Donnerstagabend an. Nach Gesprächen mit den Eltern sei geplant, die Betreuungszeit von bisher 8 bis 12 Uhr auf 8 bis 13 Uhr zu erweitern. Weiterhin sei gegebenenfalls temporär eine Sonderöffnungszeit von 7.30 bis 8 Uhr sowie eine Reduzierung der Schließzeit vorgesehen. Die Eltern haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Kinderspielkreis in Landkindergarten Regenbogen umzubenennen. Im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie gab es dagegen keine Einwände. Allerdings können die Fraktionen noch bis zum 10. Mai Anregungen geben.

Erst danach wird auch die Entscheidung fallen, wie sich die Kindergartengebühren entwickeln. Nach der Empfehlung des Ausschusses werden die Gebühren analog der Kosten für den Stadtkindergarten festgesetzt. Ausgehend von einer Betreuungszeit von vier Stunden am Tag, ergibt sich für die Kleinenkneter Einrichtung mit der Gebührenerhöhung voraussichtlich eine Mehrbelastung zwischen elf Euro in der ersten Einkommensstufe und 34 Euro in der höchsten Stufe.

Wie gestern schon kurz berichtet, haben sich die Mitglieder des Ausschusses mehrheitlich dafür ausgesprochen, die in allen Wildeshauser Kindergärten geltende Vertretungsreserve ab dem 1. August teilweise durch Gebührenerhöhungen zu finanzieren. Grüne und SPD hatten sich hingegen dafür ausgesprochen, die Grundsteuer A und B zu erhöhen und in einem Arbeitskreis eine neue Gebührensatzung zu erarbeiten, die ab 2017 gültig wäre. Damit konnten sie sich aber nicht durchsetzen.

Rainer Kolloge hatte zudem für die UWG weitere Einsparvorschläge gemacht. So könnte man zunächst auf die Anschaffung neuer Wahltafeln (12.000 Euro) ebenso verzichten wie auf die neuen Stühle für die Widukindhalle (11.900 Euro), die Beschilderung für Gewerbegebiete (50.000 Euro) oder neue Möbel für das Jugendzentrum (6 000 Euro). „Es geht hier um Prioritätensetzung“, so Kolloge. Allerdings sind diese Ausgaben im Finanzhaushalt veranschlagt. Sie könnten nur eingespart werden, wenn sie im Rahmen eines Nachtragshaushaltes in den Ergebnishaushalt umgeschichtet werden.

Einig waren sich die Politiker, dass schon vor den Haushaltsberatungen intensiv darüber diskutiert werden muss, wie die Gebührenordnung für die Kindergärten gestaltet werden soll. „Wir müssen ohne Tabus an die Klärung gehen“, betonte Wolfgang Sasse (CDU).

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