Kinder verlegen Aktivitäten zur Schöpfungswoche in die Innenstadt

Asseln, Ameisen und eine Arche auf dem Wochenmarkt

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Auf dem Marktplatz wurde eine Arche bestückt.

Wildeshausen - Regenwasser auf dem Pavillon, Trinkwasser auf einem Cent-Stück, Schnecken im Terrarium, sowie viele Fantasietiere auf der Arche – auf dem Wildeshauser Wochenmarkt ging es um das Thema Schöpfung. Mit dabei waren viele Kinder aus der Kreisstadt, die auch ganz gezielt Passanten ansprachen, um ihre Projektarbeiten zu zeigen.

Im Rahmen der Schöpfungswoche des Ökumeneforums Wildeshausen befassen sich Kinder und Erwachsene in vielfältiger Weise mit dem Thema Natur.

Der Kindergarten Knaggerei hatte sich in den vergangenen Wochen mit einigen Aspekten auseinander gesetzt, die für Kinder gut erfahrbar sind. Beispielsweise mit dem Thema Tiere. Als die Leiterin der Einrichtung, Monika Schäfer, in der Gruppe vorschlug, darüber etwas zu machen, kam von einem Kind die Antwort: „Im Kindergarten gibt es doch gar keine Tiere.“

Das wiederum stachelte den Ehrgeiz aller Beteiligten an, und im Laufe des Projektes fanden die Kinder in ihrem Umfeld Schnecken, Ameisen, Marienkäfer, Regenwürmer, Tausendfüssler, Kellerasseln und Spinnen. Zu jedem Tier legten die Jungen und Mädchen ein Blatt an, so dass ein kleines Buch zum Thema „Tiere im Kindergarten“ entstand. Die Schnecken stellten die Kinder in zwei Terrarien aus. „Sie stehen jetzt normalerweise bei uns im Flur“, erzählte Schäfer. „Zumeist sind sie dicht umlagert.“

Während der Regen auf das Pavillondach tropfte, zeigten Mädchen und Jungen einer anderen Gruppe der Knaggerei Experimente mit Wasser. Paul konnte bis zu 23 Tropfen auf einem Cent unterbringen, bis das Wasser auf den Tisch floss. Im Kindergarten hatten die Kleinen untersucht, in welcher Form Wasser genutzt wurde – für die Toiletten, den Geschirrspüler, als Trinkwasser oder zum Gießen von Blumen.

Gleichzeitig hatte eine andere Gruppe Experimente angestellt, wann Samen austreiben. Da ging es darum, zu prüfen, wie viel Wasser oder Licht erforderlich ist. Oder ob Erde besser ist als Sand, um eine Pflanze anzuziehen.

Auf dem Marktplatz hatte das Arche-Projekt des Waldpädogikzentrums im Forstamt Ahlhorn eine Arche aufgebaut, die nach und nach mit Tieren aus Tonmasse bestückt wurde. „Es muss nicht immer erkennbar sein, um welches Geschöpf es sich handelt“, erklärte Klaus Benthe. „Es geht einfach darum, kreativ mit dem Thema Schöpfung umzugehen.“ 99 Prozent der Tierarten, die auf der Erde gelebt hätten, seien mittlerweile ausgestorben, berichtete Benthe. Aber es kämen ja glücklicherweise immer wieder neue hinzu – vielleicht ja auch Geschöpfe, die den Fantasietieren der Kinder ähnelten. Die Arche solle in den kommenden Wochen in Gottesdiensten zum Thema gemacht werden. „Dann wird sie dauerhaft in Wildeshausen bleiben“, so Benthe. „Der Standort ist aber noch nicht festgelegt.“

dr

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