Andrea Panschar ist Sprachfachkraft im Kindergarten „Knaggerei“

Kinder aus 13 Nationen unter einen Hut bringen

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Monika Schäfer (links) ist froh, Andrea Panschar als Sprachfachkraft an ihrer Seite zu haben.

Wildeshausen - Mädchen und Jungen aus 13 Nationen werden im Wildeshauser Kindergarten „Knaggerei“ betreut. Das bedeutet für die Erzieherinnen viel Arbeit, um die verschiedenen Nationen unter einen Hut zu bekommen. Aus diesem Grund ist Leiterin Monika Schäfer überaus froh, mit der Diplom-Pädagogin Andrea Panschar jetzt wieder eine Sprachfachkraft in ihren Reihen zu wissen.

Diese hat im Rahmen der bundesweiten Aktion „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ zunächst einen befristeten Vertrag bis Ende 2019 und wird aus dem Fördertopf des Bundes bezahlt. Sprachfachkräfte sind in allen großen Wildeshauser Kindergärten tätig.

„Ich bin für die Erzieherinnen und Eltern zuständig, nicht für die Kinder“, so die Fachkraft. „Hier vermittel ich den Frauen unter anderem, wie sie in Form von Kommunikation einen besseren Zugang zu den verschiedenen Kulturen finden können.“ Es gebe eine übergeordnete Fachberaterin, die den Sprachfachkräften Inhalte zu unterschiedlichen Themen vermittelt: „Dabei geht es häufig um Inklusionskinder sowie deutsche Mädchen und Jungen, die Sprachprobleme haben.“ Dann versuche sie, die aufgenommene Theorie mit den Erzieherinnen in die Praxis umzusetzen.

Verhalten in allen Nationen unterschiedlich

„Das gelingt auch sehr gut. Denn wir müssen immer vor Augen haben, dass wir hier viele Kulturen unter einem Dach haben“, so Panschar. So sei das Verhalten in allen Nationen unterschiedlich: „Das beginnt beim Tagesablauf und endet beim Umgang miteinander. Auch der unterscheidet sich in den verschiedenen Heimatländern.“ Das müssten eben alle verstehen und verinnerlichen, wenn sie Zugang zu den Kindern bekommen wollen. „Die erste Verständigung erfolgt über die Bildersprache (Metacom). Was die Kinder dort sehen, können sie sehr gut im Kopf ,abspeichern‘ und behalten. Danach folgt die Sprache.“

Auch das seien Ergebnisse aus den Gesprächen mit der Fachberaterin. „Uns wird vermittelt, wie wir es schaffen können, zum Bespiel mit den Kindern aus anderen Herkunftsländern, die der Sprache noch nicht so mächtig sind, zu kommunizieren.“

Zudem ist Panschar bei Gesprächen mit den Eltern dabei. „Allerdings verschaffe ich mir zurzeit noch ein genaues Bild in den einzelnen Gruppen“, so die Fachkraft.

Während sie all das erzählt, toben die Kinder im neuen Bällebad in der Turnhalle herum. „Das haben wir für rund 800 Euro angeschafft. Das Geld stammt vom Flohmarkt im Waltberthaus und ist der Erlös aus der Cafeteria und dem Losverkauf, der von den Eltern durchgeführt wurde“, so Schäfer. - jd

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