Deckenplatten sind vollends gesichert 

„Kinder können ihre Schule ganz ohne Angst betreten“

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Zimmermann Detlef Lehnhof verschraubt eine von zahlreichen Latten in einem der Klassenräume.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Erleichterung war dem Pressesprecher der Wildeshauser Stadtverwaltung, Hans Ufferfilge, am Donnerstagvormittag in der Wallschule deutlich anzusehen: Auf Hochtouren laufen die Arbeiten an der Decke, um die Holzplatten zu sichern. Vor Weihnachten war eine der Verkleidungen in der Aula zu Boden gefallen und hatte drei Kinder verletzt (wir berichteten).

„Trotz aller Tragik, sind wir sehr froh, dass nicht noch mehr passiert ist, obwohl es so schon schlimm genug war. Tatsache ist nun aber, dass die Schüler, Eltern und Lehrer die Schule wieder völlig ohne Angst und beruhigt betreten können. Die Decke ist absolut sicher. Der Schulbetrieb kann am Montag planmäßig aufgenommen werden“, betonte Ufferfilge. Alle seien erleichtert, dass es den Kindern wieder besser geht. „Auch das Mädchen, das im Krankenhaus war, konnte das Weihnachtsfest schon zu Hause verbringen und befindet sich nach unserer Kenntnis auf dem Wege der Besserung.“

Ein großes Lob sprach er dem Wildeshauser Unternehmen Zimmerei Hohn aus: „Trotz der eigentlichen Betriebsferien hat sich Firmenchef Detlev Hohn spontan bereit erklärt, hier einzuspringen, um die Decke vollends zu sichern. Insgesamt sind die Mitarbeiter drei Tage im Einsatz.“ Auch Andreas Scholz vom gleichnamigen Elektro-Unternehmen habe ganz unkompliziert sehr schnell ein Gerüst zur Verfügung gestellt: „Danke sagen müssen wir aber auch unserem Hausmeister Maik Utech, der trotz seines Urlaubs sehr schnell zur Stelle war, um einzuspringen.“

Ufferfilge machte nochmals deutlich, dass der Gutachter lediglich bei der einen Platte einen Fehler festgestellt hatte: „Bei weiteren Überprüfungen wurden keine Mängel gefunden.“ Dennoch sei seine Empfehlung gewesen, präventiv sämtliche Deckenplatten zusätzlich mit Leisten zu sichern.

Viel Müll aus der Silvesternacht

„Genau das geschieht hier nun. Insgesamt werden rund 1.000 Meter Latten verbaut. Wir haben sie sogar noch stärker gewählt als vom Gutachter vorgegeben“, betonte Ufferfilge. Neben der Aula wurden in vier Klassenräumen im Obergeschoss, die über die gleiche Deckenkonstruktion verfügen ebenfalls die Holzplatten gesichert. „Auch das haben wir präventiv machen lassen, um ganz sicher zu sein“, so der Pressesprecher.

Recht verärgert zeigte sich Utech über eine ganz andere Feststellung: „Als ich am Neujahrstag hier auf dem Gelände einen Rundgang gemacht habe, ist mit nicht nur sehr viel Müll aus der Silvesternacht aufgefallen. Vielmehr hatten uneinsichtige Zeitgenossen viele scharfe Platzpatronen von Schreckschusspistolen liegenlassen.“ Außerdem habe er noch einen Haufen verpackte Feuerwerkskörper und Feuerzeuge gefunden und entsorgt: „Das muss doch nicht sein, schließlich können hier jederzeit auch Kinder auf dem Gelände sein, die dann mit diesen Sachen rumspielen und sich verletzen.“ Zudem habe er viele Glasscherben gefunden: „Zahlreiche Flaschen wurden gegen die Sporthalle geworfen. Ich verstehe nicht, wer sich hier rumtreibt, wo doch kein direktes Wohngebiet in der Nähe ist.“

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