Schnupperkurs des Fischereivereins Wildeshausen: 16 Jungen und Mädchen lernen jede Menge rund um den Angelsport

Kinder ködern kapitale Karpfen

Werner Lübbers zeigte Hannes Nehls (10), wie man den Fisch fachmännisch vom Haken bekommt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (hen) · „Petri Heil“, hieß es am Sonnabendvormittag rund um den Burgbergsee in der Wittekindstadt. Im Rahmen des Ferienspaßprogramms war der Schnupperkurs des Fischereivereins Wildeshausen „Angeln unter Aufsicht“ angesagt. Und so standen kapitale Karpfen, Dosen voller Köder und 16 angehende Petrijünger im Alter von zehn bis 16 Jahren mit ihrem unbändigen Tatendrang im Mittelpunkt des Geschehens.

Ganz nach dem Sprichwort „Früher Vogel fängt den Wurm“ mussten die Kinder rechtzeitig aus den Federn, denn bereits um 9 Uhr begrüßten die Jugendwarte Roger Knoblauch, Peter Sperling und Heiko Bitter ihre Gäste am Burgbergsee. Dort lernten sie zunächst wichtige Regeln des Angelsports und den Umgang mit den Fanggeräten kennen, bevor es mit Kescher, Haken, Köder und Pose endlich zur Sache ging. „Wir haben den Kindern erzählt, dass sie es beim Angeln mit Lebewesen zu tun haben, die dementsprechend behandelt werden müssen. Das wurde ganz prima umgesetzt, und alle sind mit Begeisterung dabei“, gab Heiko Bitter einen kleinen Einblick in den Tagesablauf. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass sich sechs Mädchen angemeldet hatten: „Das ist das Allerbeste.“

Mit einer wahren Engelsgeduld wurde unter Anleitung der Jugendwarte sowie erfahrener Mitglieder des Fischereivereins unter anderem den Karpfen und Aalen aufgelauert. Einen Glückspfennig hatte sich der zehnjährige David Riesmeier eingesteckt. „Leider hat der mir noch kein Glück gebracht. Ich habe zwar einen Karpfen gefangen, der aber zu klein war und deshalb wieder in den See gesetzt werden musste“, bedauerte der Nachwuchs-Angler. Trotzdem sei das Angeln eine tolle Sache. Man könne dabei die Natur beobachten und ganz prima entspannen. Mehr Glück hatte Jonas Thiel (13). Stolz zeigte er einen zwei Pfund schweren Karpfen, den er an Land ziehen konnte. „Das heißt drillen“, erklärte er fachmännisch. Schließlich habe er diesen Ausdruck zuvor vom Gewässerwart und ehrenamtlichen Fischereiaufseher des Vereins, Frank Siemer, gelernt. Ihm habe er es auch zu verdanken, dass er den Fisch überhaupt gefangen habe.

„Fische haben einen Sinn mehr als wir Menschen, den Drucksinn“, erzählten Katharina Behrens (11) und Chantal Mila (10). Staunend hatten sie gelernt, dass die Fische damit im Wasser Beute und Gefahren erkennen können. Neben ihren neu erworbenen Kenntnissen aus der Biologie hatten die Mädchen auch noch Anglerglück: Im Schweiße ihres Angesichts hatten sie einen Aal gefangen. „Der hat nämlich ganz doll gezogen, darum haben wir fast fünf Minuten gebraucht, bis wir ihn an Land hatten“, erzählten sie mit roten Wangen. „Sie haben das perfekt gemacht“, lobte Ralf Siemer, Umweltbeauftragter und Gewässerwart des Vereins, das Duo.

Mit Bratwurst vom Grill war am Ende dafür gesorgt, dass alle Teilnehmer wieder zu Kräften kamen. Dabei durfte natürlich auch eine gehörige Portion „Anglerlatein“ nicht fehlen.

„Aktuell haben wir 126 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahre in unserem Verein“, berichtete Frank Bitter, der die gute Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder auf diesem Gebiet besonders hervor hob. Interessierte, die mehr über den Angelsport erfahren möchten, sind zur wöchentlichen Sprechstunde, donnerstags von 18 bis 20 Uhr, in das Vereinsheim am Bauernmarschweg eingeladen. Dort findet dann auch regelmäßig das so genannte „Casting“, ein spezielles Wurftraining mit der Angel, für die Jugendlichen statt.

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