Aus dem Gericht

1,6 Kilo Marihuana im Schuppen versteckt

Keine kleine Menge: Knapp 1,6 Kilogramm Marihuana fanden die Polizisten in Wildeshausen in einem Schuppen.
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Keine kleine Menge: Knapp 1,6 Kilogramm Marihuana fanden die Polizisten in Wildeshausen in einem Schuppen.

Wildeshausen – Wegen des Besitzes von knapp 1,6 Kilogramm Marihuana ist ein 37-jähriger Wildeshauser vom Schöffengericht des Amtsgerichtes zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, verurteilt worden.

Der Handel mit den Drogen, den die Staatsanwaltschaft dem Mann vorwarf, ließ sich trotz Auswertung des Telefons des Angeklagten sowie eines Peilsenders am Auto eines stadtbekannten und gesondert verfolgten Dealers nicht nachweisen.

Über die Auswertung dessen Handys war die Polizei erst auf die Spur des 37-Jährigen gekommen. Eine Ermittlerin berichtete vor Gericht, dass man durch den Peilsender das Bewegungsprofil des Dealers nachzeichnen konnte. Man habe die Fahrt des Angeklagten sowie des Händlers in zwei Autos nach Delmenhorst festgestellt. Dort soll ein Bekannter des 37-Jährigen mit Drogen gehandelt haben. Bei der Rückfahrt seien die Drogen im hinteren Wagen gewesen, so die Ermittlerin. Damit habe der Voranfahrende seinen Hintermann vor Kontrollen warnen können.

Die Drogen lagerten im Geräteschuppen

Am 17. Dezember 2019 stand die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür des Angeklagten in Wildeshausen. „Er war zu Hause und zeigte sich sehr kooperativ“, berichtete die Ermittlerin vor Gericht. Er habe die Schlüssel für einen Geräteschuppen gezeigt. Dort habe man die Drogen, Tüten, Klemmverschlüsse und eine Feinwaage entdeckt. Spätere Analysen ergaben, dass die 1.597,69 Gramm Marihuana einen Wirkstoffgehalt von 13 Prozent hatten. Somit kam das Labor auf einen THC-Gehalt von 207,7 Gramm. Der Stoff hätte zu rund 13.000 Konsumeinheiten aufgeteilt werden können.

Der Angeklagte räumte vor Gericht den Besitz der Drogen ein, wollte sich zum Vorwurf des Handels damit aber nicht äußern. Die Polizistin sprach von einer „Bunkerhaltung“ im Haus des 37-Jährigen sowie Beschaffungsfahrten. Auf den beschlagnahmten Tüten ließen sich weitere Fingerabdrücke sowie DNA-Spuren ermitteln.

Aus vorangegangenen Prozessen ist bekannt, dass der Wildeshauser Dealer den Stoff an Konsumenten weiterverkauft hatte. Wo sich sein Bunker befand, wurde bislang noch nicht genannt. Das wird möglicherweise in einem späteren Prozess zur Sprache kommen.

Während der Staatsanwalt auf zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung für den Besitz sowie den Handel mit Betäubungsmitteln plädierte, beantragte der Verteidiger, vom Besitz in einem minderschweren Fall auszugehen und deshalb eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu verhängen. Richter und Schöffen wählten dann einen Mittelweg als Bestrafung. Der Verurteilte erhielt zudem eine Geldauflage von 2 000 Euro.  

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