Kfz-Mechaniker aus Wildeshausen möchte Fahrerlaubnis nun im Gefängnis erlangen

Haft für Fahrten ohne Führerschein

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis ist ein 35 Jahre alter Kfz-Mechaniker aus Wildeshausen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen ist am Freitag vor dem Oldenburger Landgericht rechtskräftig geworden. Der Angeklagte ist 28-mal einschlägig vorbestraft. Zurzeit sitzt er im Gefängnis, weil frühere Bewährungen widerrufen worden waren. Ende April 2017 würde normalerweise die Haftzeit enden. Doch dann werden erst noch einmal die drei Monate Gefängnis vollstreckt, die am Freitag rechtskräftig geworden sind.

Der Angeklagte hat schon lange Zeit keine Fahrerlaubnis mehr. Trotzdem unternimmt er immer wieder mit reparierten Autos Probefahrten – das letzte Mal sogar ohne Kennzeichen und Versicherungsschutz. Der 35-Jährige möchte sich ändern. Er erzählte den Richtern, wie wichtig ein Führerschein sei.

Der Angeklagte will arbeiten. Nach eigenen Angaben braucht er den Führerschein. Er wolle nun versuchen, diesen Schein im Gefängnis zu machen, sagte er. Doch das ist gar nicht so einfach. Nicht nur, weil noch Sperrfristen laufen; der Angeklagte muss zunächst noch zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU). Eine erste hatte er nicht bestanden. Das aber habe an der Psychologin gelegen, die ihn bewertet hatte, so der Mann. Weil er einen Gabelstapler-Schein gemacht habe, habe die Psychologin gemeint, er würde nach wie vor die Nähe zu Fahrzeugen suchen. Dabei sei der Gabelstapler-Schein wichtig für einen neuen Job gewesen. Der Angeklagte will nicht aufgeben. Er gibt sich als Kämpfertyp. Gegen das Urteil des Amtsgerichtes hatte er aber angesichts der vielen Vorstrafen keine Chance auf Berufung.

wz

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