Entscheidung frühestens im Juni

Keine neue Krippenplätze bis zum Herbst in Wildeshausen

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Der Kindergarten „Sternschnuppe“ soll „zeitnah“ einen Anbau für eine weitere Krippengruppe bekommen.

Wildeshausen - Das ist keine gute Nachricht für viele Wildeshauser Eltern, die ihr Kleinkind bis zum nächsten Kindergartenjahr in einer Krippe unterbringen wollen. Es wird wohl in diesem Jahr keine weiteren Plätze geben, und auch Mobilbauten sind nicht zu erwarten.

Das hatte die SPD-Fraktion beantragt, weil es ganz offenbar derzeit nicht genügend Plätze gibt. Doch sowohl neue Bauten als auch Containerlösungen lassen sich nicht so schnell realisieren. Sie müssen geplant und genehmigt werden. Zudem fehlt es an Personal für die Betreuung.

Die Situation ist prekär. Fachbereichsleiterin Rita Manietta stellte dem Fachausschuss am Donnerstagabend während der Sitzung im Feuerwehrhaus in Düngstrup die aktuellen Zahlen vor. Danach gibt es mit Stand 28. April 32 Krippenkinder, die zunächst nicht mit einem Platz versorgt werden können. 

28 Kinder benötigen einen Platz zum 1. August, drei Kinder zum Jahresbeginn 2018 und ein Kind zum 1. August 2018. Somit braucht Wildeshausen mindestens zwei neue Krippengruppen. Nach dem aktuellen Stand werden in der Kreisstadt allerdings 24 Kinder von außerhalb in Krippen betreut.

„In den Kindertagesstätten ist die Situation entspannter. Dort haben wir in den verschiedenen Einrichtungen 28 freie Plätze mit unterschiedlichen Betreuungszeiten“, berichtete Manietta. Diese Plätze seien aber nicht für Krippenkinder geeignet.

Es gibt zwar Ausbaupläne, doch fehlten dem Fachausschuss voll belastbare Zahlen. So hatte die Lebenshilfe ein Konzept für die Nutzung ihres heilpädagogischen Kindergartens „Farbenfroh“ vorgelegt. Dort könnte bis zum Herbst eine Gruppe für 15 Krippenkinder eingerichtet werden. Auch die Pläne für den Anbau an den evangelischen Kindergarten „Sternschnuppe“ liegen vor, doch ist die neue Förderrichtlinie des Bundes noch nicht erlassen, sodass ein Bescheid auf sich warten lassen würde.

„Der Ausbau muss schleunigst auf den Weg gebracht werden“, sagte Stefan Brors (CDU) stellvertretend für alle Ausschussmitglieder. Aber es müsse einfach robustes Zahlenmaterial her.

Laut Stadtverwaltung geht das erst zum nächsten Verwaltungsausschuss im Juni. Dennoch erklärte Ausschussvorsitzender Walter Panschar (SPD): „Wir geben den Eltern eine Perspektive, dass möglichst bald weitere Plätze zur Verfügung stehen.“

dr

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