DLRG hofft weiter auf ein neues Domizil auf dem Krandelbadgelände / Lebensretter geehrt

Keine Lösung für Vereinsheim in Sicht

Zahlreiche langjährige Mitglieder wurden geehrt. Eine Urkunde für 60 Jahre bekamen Bernhard Kenkel (mit Blumenstrauß) und Andreas Meyer (links daneben) stellvertretend für den Wildeshauser Schwimmverein. Fotos: DLRG

Wildeshausen - So viele Mitglieder und Gäste hatte die Wildeshauser Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) schon lange nicht mehr zu ihrer Jahreshauptversammlung begrüßen dürfen. 41 Personen drängten sich am Freitagabend in den Schulungs- und Versammlungsraum über der alten Feuerwache. Einige mussten die Versammlung stehend vom Flur aus verfolgen.So sehr sich Vorsitzender Carsten Petermann über das rege Interesse freute, so verdeutlichte es zugleich ein Dauerproblem der DLRG Wildeshausen: akuten Platzmangel.

Das Thema Raumnot griff Wildeshausens stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann (SPD) in einem kurzen Grußwort auf: Man sei im Gespräch und tausche Ideen aus. „Wir sind auf einem guten Weg, ein neues Zuhause für die DLRG zu finden. Der Rat hat verstanden, dass Eile geboten ist. Wir arbeiten alle an einer Lösung.“ Die DLRG benötigt ein Grundstück, auf dem sie aus Eigen- und Fördermitteln ein Vereinsheim mit Lagerhallen bauen kann.

Unter den Gästen saß außerdem Sven Diekmann vom DLRG-Bezirksverband Oldenburger Land-Diepholz. Er betonte, dass die Ortsgruppe Wildeshausen hervorragende Arbeit leiste und über ein tolles Equipment verfüge, für das ein vernünftiger Lagerraum benötigt werde. Damit spielte Diekmann auch auf die Raumnot für das Material an, das zurzeit noch in einer städtischen Lagerhalle an der Glaner Straße untergebracht ist. Die Stadt plant jedoch, Halle samt Grundstück zu veräußern.

In seinem Jahresrückblick ging Petermann nochmals auf das Vereinsheim-Dilemma für den zurzeit 292 Mitglieder zählenden Verein ein: „Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass das Grundstück an der Pagenmarsch für ein zukunftstaugliches Gebäude nicht passt.“ Was nütze ein Haus, das mit einem Einsatzfahrzeug nicht erreicht werden könne? Der von der DLRG vorgeschlagene Standort direkt auf dem Freibad-Gelände spalte die Meinungen. Die Kritiker seien der Auffassung, es passe optisch nicht an diese Stelle. „Wie jedoch eine adäquate Lösung aussieht, weiß ich noch nicht“, bedauerte der Vereinschef. Er sehe die Lage derzeit weniger rosig als sie die Politik zu Beginn der Versammlung beschrieben habe.

Es gab auch viel Positives zu berichten: So wurde den 17 Jahre alten Lebensrettern Tobias Schneider und Sebastian Stahl, die im Sommer an der Ostsee beim zentralen Wasserrettungsdienst Küste zwei in Not geratene Schwimmer wohlbehalten an Land brachten, eine offizielle Belobigung des Bundesverbandes der DLRG ausgesprochen.

ie damit verbundene Ehrenurkunde konnte an diesem Abend nur Schneider entgegennehmen, da sich Stahl im Urlaub befand.

Ebenfalls einem Menschen das Leben gerettet hat Rettungsschwimmer Andreas Grüter bei einem Wachdienst am Heidesee in Holdorf. Zwar habe die Ortsgruppe auch diese Rettungsaktion beim Bundesverband eingereicht, „aber aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde sie nicht anerkannt“, bedauerte Petermann, der Grüters Leistung dennoch gebührend lobte und ein Geschenk überreichte.

Björn Barkemeyer, Leiter Technik, teilte mit, dass die Wildeshauser DLRG als Mitglied des Katastrophenschutzes im Landkreis Oldenburg anerkannt wurde. Daneben gehört sie bereits dem Wasserrettungsdienst des Landkreises an. Im vergangenen Jahr war die DLRG Wildeshausen dreimal über die Leitstelle zu Einsätzen gerufen worden (Vorjahr: acht). Als technische Neuanschaffung nannte Barkemeyer ein Sonargerät zur Unterwasserortung.

Der Startschuss für den Aufbau einer Jugend-Einsatz-Truppe (JET) wurde mit einer Großspende von 10 000 Euro aus der Stiftung des Verlegers Dirk Ippen gegeben.

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