Waldbegang der Stadt Wildeshausen

Keine Drohnen über Gräbern – mehr Sicherheit für Radler

Im Lindenau müssen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht einige Arbeiten vorgenommen werden. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Eine neue Naturschutzverordnung fürs Pes-truper Gräberfeld, das Beschneiden von Bäumen im Lindenau sowie die Bekämpfung des drüsigen Springkrautes in der Wiekau standen während des Waldbegangs der Stadt Wildeshausen am Dienstagabend auf der Tagesordnung.

Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt hatten sich gemeinsam mit Bürgermeister Jens Kuraschinski sowie Michael Müller und Oliver van Rüschen vom Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt auf den Weg gemacht. Mit dabei waren Michael Feiner von der für die städtischen Waldflächen zuständigen Forstbetriebsgemeinschaft, Andreas Wieting von der Polizei sowie Georg Schinnerer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg.

In der Lindenau machte Feiner deutlich, dass die Stadt stolz sein könne, innerhalb der Stadt einen solchen Baumbestand zu haben. Allerdings machte er auch darauf aufmerksam, dass unbedingt etwas an den Bäumen gemacht werden müsse.

„Dort ist lange Zeit nichts geschehen, jetzt müssen einige Bäume beschnitten und vereinzelte entfernt werden“, erklärte van Rüschen. „Bäume, die Zwillen gebildet haben können von Pilz befallen sein, weil sich dort Wasser sammelt.“ Schon bald solle geklärt werden, inwieweit in den Bestand eingegriffen werden muss: „Fakt ist, dass das im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gemacht werden muss, um Gefahren von Radfahrern und Fußgängern abzuwenden.“

Auf dem Pestruper Gräberfeld erklärte Schinnerer, dass es schon bald eine neue Naturschutzverordnung für diesen Bereich geben werde, da die alte unbedingt novelliert werden müsse. „Diese stammt immerhin aus dem Jahr 1939. Da das Gräberfeld auch in Brüssel gemeldet ist, gibt es von der EU einige Vorgaben, die in die neue Verordnung aufgenommen werden müssen“, so van Rüschen. 

So müssten verschiedene Ge- und Verbote vermerkt werden: „Unter anderem geht es darum, dass bis zu einem Abstand von 500 Metern keine Drohnen über dem Gebiet fliegen dürfen. Hinzu kommt der Leinenzwang für Hunde.“

Ein weiteres Thema in puncto Gräberfeld war eine „Pufferzone“, die der Landkreis entwickeln möchte. „Damit soll erreicht werden, dass die Ackerflächen rund um das Gebiet weiter vom Gräberfeld entfernt werden“, erklärte Kuraschinski. Die bewirtschafteten Flächen seien zu nährstoffreich, was für die Heide nachteilig sei: „Für dieses Vorhaben ist es notwendig, dass Flächen angepachtet werden, die dann auch mit Heide bepflanzt werden.“

Einige Arbeiten sind in der Wiekau nötig. Dort machte Feiner auf das drüsige Springkraut aufmerksam, das sich sehr stark vermehrt hat. „Das Kraut wird jetzt herausgerissen und abtransportiert“, so van Rüschen. Allerdings ziehe sich diese Maßnahme über mehrere Jahre hin: „Die Samen liegen oft jahrelang im Boden, bis sie keimen und auswachsen. Daher muss das Entfernen mehrmals wiederholt werden.“

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