Begehung mit Baudezernent Manfred Meyer

Keine Chance für Naturbad im Krandel

Die CDW-Fraktion im Krandelbad: Manfred Meyer (Stadtverwaltung) berichtete Gudrun Brockmeyer, Christin Rollié, Jens-Peter Hennken, Hildegunde Becker und Frank Stöver (v.l.) über den aktuellen Stand.
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Die CDW-Fraktion im Krandelbad: Manfred Meyer (Stadtverwaltung) berichtete Gudrun Brockmeyer, Christin Rollié, Jens-Peter Hennken, Hildegunde Becker und Frank Stöver (v.l.) über den aktuellen Stand.

Wildeshausen – Gibt es die Chance, das Freibad im Krandel in absehbarer Zeit zu sanieren oder – wie von den Grünen angedacht – in ein Naturbad umzuwandeln? Nach Auskunft von Wildeshausens Baudezernent Manfred Meyer derzeit nicht.

Da der Rat der Stadt im vergangenen Jahr mehrheitlich beschlossen habe, die vom Bund zugesagten Fördermittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die rund 5,4 Millionen Euro teure Sanierung nicht in Anspruch zu nehmen, müsse die Stadt einen neuen Antrag stellen, so Meyer.

Geld könnte aber ohnehin erst ab 2023 zur Verfügung stehen, da im Doppelhaushalt bis 2022 keine Mittel eingeplant sind. Lediglich über einen Nachtragshaushalt könnte die Stadt Mittel für eine Freibadsanierung einplanen. Es gibt ohnehin aktuell kein neues Förderprogramm.

Ebenso schlecht stehen die Chancen für den Bau eines Naturbades im Krandel. Das erfuhr die CDW-Fraktion im Rahmen einer Ortsbesichtigung von Meyer. „Das ist nach unseren Erkenntnissen nicht zu realisieren“, so der Baudezernent. Der Grundwasserspiegel im Krandel sei nicht hoch genug, um eine natürliche Speisung eines solchen Sees zu gewährleisten.

CDW möchte sich für neue Freibad einsetzen

„Also müssen wir entweder über einen anderen Standort nachdenken oder die Idee eines Naturbades fallen lassen“, fasste CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken die Informationen der Stadtverwaltung zusammen. Ziel müsse es wohl sein, möglichst schnell die Sanierung des Freibades anzuschieben.

Das sah auch CDW-Ratsfrau Gudrun Brockmeyer so. „Wir brauchen und wollen ein neues Freibad – und das möglichst bald“, bekräftigte sie. „Gerade für unsere Kinder und Familien gehört ein Freibad mit Nichtschwimmerbecken zur Infrastruktur einer Kreisstadt“, befand auch Christin Rollié.

Eine Sanierung des Freibades wird richtig teuer

Dass die Sanierung teuer werden dürfte, ließ sich schnell anhand von Meyers Erläuterungen erkennen. Er berichtete, dass die Wassertechnik des Freibades aus den 1970er-Jahren stammt und nur noch mit großer Mühe am Laufen gehalten wird, um Badespaß zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr habe man einen erheblichen Wasserverlust beim Zulauf aus dem öffentlichen Netz festgestellt. Nun würde das Frischwasser nicht mehr von der Glaner Straße aus zugeführt, sondern aus dem öffentlichen Wassernetz an der Krandelstraße entnommen. Das Nichtschwimmerbecken wurde vor zwei Jahren außer Betrieb genommen, weil der Sanierungsstau zu groß ist. „Es ist nicht mehr zu retten“, erläuterte Meyer.

Die CDW bedauerte, dass insbesondere Familien das Bad an heißen Sommertagen nicht mehr nutzen können. „Ohne Nichtschwimmerbecken müssen Nichtschwimmer und ungeübte Schwimmer leider auf andere Bademöglichkeiten ausweichen“, resümierte Brockmeyer. „Es kann nicht sein, dass unsere Bürger in die Nachbarkommunen müssen, um zu baden“, ärgerte sich Hildegunde Becker.

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