Frankfurter Comedian mit türkischen Wurzeln lebt in der Schweiz und parodierte unter anderem bayerische sowie sächsische Dialekte

Kaya Yanar unterhält 2 000 Zuschauer

Comedian Kaya Yanar traf den humoristischen Nerv der 2 000 Zuschauer im VfL-Festzelt. - Foto: Nosthoff

Wildeshausen - Mit seinen Erlebnissen vom „Planet Deutschland“ amüsierte der Comedian Kaya Yanar am Samstagabend 2 000 Zuschauer im Festzelt im Krandel. Der VfL Wittekind hatte den abendfüllenden Starauftritt im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 125-jährigen Bestehen organisiert. Anschließend ging es mit Party und Tanz weiter.

Als gebürtiger Frankfurter mit türkischem Migrationshintergrund wirft Yanar seit vier Jahren einen „Blick aus dem Exil“ auf sein Heimatland. „Ich habe mich in meine Freundin verliebt, ohne zu wissen, dass sie Schweizerin ist“, erläuterte er den Grund für sein Leben im „Schweizer Exil“. „Natürlich hätte ich drauf kommen können – ich hab‘ sie in Zürich kennengelernt.“

Seine Erlebnisse in einem Schweizer Club teilte Yanar gerne mit dem Publikum. „Ich dachte immer, wir Deutschen könnten nicht tanzen.“ Das habe sich allerdings relativiert, als er die Eidgenossen sah. „Da bewegen sich nur die Absätze“, berichtete Yanar und machte das Kunststück auch gleich vor. „Die sehen aber total gut dabei aus“, fügte er noch schnell hinzu.

Gescheitert seien bisher alle Versuche, seine Freundin in sein Heimatland zu locken. Die unzähligen Bier- und Wurstsorten ließen sie ebenso kalt wie die „attraktiven Dialekte“, denen sich Yanar zur Freude des Publikums auf der Bühne widmete. So wurde er zum zünftigen Bayern, der spricht, als ob er vor „Kraft nicht kacken“ könnte, und sang „Smoke on the Water“ wie in einer Dresdner Karaoke-Bar, in der mit Vorliebe englischsprachige Lieder vom sächsischen Dialekt „vergewaltigt“ würden.

Ganz nebenbei berichtete Yanar von seinem Versuch, sich mit dem Yoga-Sport anzufreunden. Während andere bei dem Kunststück, den Fußknöchel bis hinter den Kopf zu ziehen, mit Luftblasen aus dem Körperinneren zu kämpfen hätten, sei ihm sein „Ranjid-Syndrom“ zum Verhängnis geworden. „Immer, wenn mir was Indisches begegnet, werde ich zum Ranjid“, spielte Yanar auf die Figur aus seiner „Was guckst du“-Sendung an. Wie das dann in der Yogastunde aussah, machte er natürlich vor. Das Publikum schüttelte sich bei der Bollywood-Tanz- und -Gesangseinlage vor Lachen und feuerte den Comedian eifrig an. - an

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