SPD-Antrag wird im Ausschuss behandelt, aber es dürfte keine Zuschüsse geben

Kaum Chancen für Kunstrasenplatz

Kunstrasenplätze sind witterungsunabhängig. Aber der Bau kostet eine Menge Geld. Foto: dpa

Wildeshausen – Auch der nächste Versuch, im Wildeshauser Krandel einen Kunstrasenplatz zu planen, droht zu scheitern. Wie berichtet hatte die SPD im März einen Antrag gestellt, finanzielle Mittel des Landes Niedersachsen zu nutzen, um einen umweltschonenden Platz anzulegen. Als Begründung nannten die Sozialdemokraten, dass das Land 100 Millionen Euro zur Verfügung stellt, um Sportstätten für die Zukunft fit zu machen.

Die Stadtverwaltung macht nun aber in ihrer Stellungnahme für die Sitzung des Ausschusses, Tourismus, Sport und Kultur am Donnerstag, 5. September (18.15 Uhr), deutlich, dass der Schwerpunkt des Sportstättensanierungsprogramms auf der Förderung von multifunktionalen Sporthallen sowie Hallenschwimmbädern liegt. „Nach Auskunft des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport sind die Erfolgsaussichten von Zuschussanträgen außerhalb des Förderschwerpunktes als gering einzuschätzen“, heißt es in der Vorlage. „Ergänzend wurde darauf hingewiesen, dass Kunstrasenprojekte nur dann für eine Förderung denkbar wären, wenn auf jegliche Art von Mikroplastik verzichtet wird und stattdessen Alternativen wie Sand oder Kork Anwendung finden.“ Erschwerend kommt wohl auch noch dazu, dass die aktuell zur Verfügung stehenden Fördermittel des Landes bei Weitem nicht ausreichen, den tatsächlichen Bedarf zu decken.

Der Wunsch der Krandelverwaltung besteht schon lange, im Bereich der Trainingsplätze einen witterungsunabhängigen Platz anzulegen. Mehrmals gab es Anträge, doch bislang fand sich in der Politik keine Mehrheit, Geld zur Verfügung zu stellen. Zwischen den Vereinen VfL Wittekind Wildeshausen sowie Grün-Weiß Kleinenkneten gibt es zwar eine Abstimmung, weil beide gerne einen Kunstrasenplatz nutzen würden, doch wenn es am Geld fehlt, sind den Clubs die Hände gebunden.

Ein weiteres Problem zeigt sich nach Angaben der Verwaltung, wenn man tatsächlich einen Förderantrag stellen würde: Es wären umfängliche Antragsunterlagen zu erstellen, was mit eigenem Personal nicht mehr machbar wäre. Weiterhin investiert die Stadt derzeit 2,4 Millionen Euro in die Sanierung des Freibades. Für das Projekt „Zukunft Stadtgrün“ muss sie rund drei Millionen Euro in den kommenden Jahren bezahlen. Das sind Kosten, die den Haushalt erheblich belasten und die nur veranschlagt wurden, weil hohe Fördersummen fließen. Die personelle Betreuung dieser Maßnahmen muss nach Ansicht der Stadtverwaltung unbedingt gewährleistet sein.  dr

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