Wildeshauserin empört über Tierschutzgruppe

Katzenvermittlung nicht an große Straßen

Die Tierschutzgruppe vermittelt auch Welpen – nur oft nicht an befahrene Straßen.

Wildeshausen - Die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) sucht immer wieder dringend nach Menschen, die eine Katze in ihre Obhut nehmen. Doch nicht jeder Interessent bekommt dann auch eine. Diese Erfahrung musste Gudrun Kummer-Frühauff aus Wildeshausen bereits zwei Mal machen. Nun sagt sie: „Ich werde niemals mehr zur TSGW gehen. Nach deren Ansicht dürfte niemand eine Katze haben, der an einer befahrenen Straße wohnt.“

Genau das ist auch das Problem. Kummer-Frühauff wohnt an der Pestruper Straße, auf der recht viel Verkehr herrscht. Vor 23 Jahren war sie zum ersten Mal im Katzenhaus der TSGW und wollte sich eine kleine Katze holen. „Ich bekam damals keine, als ich meine Adresse angab. Dann holte ich mir privat eine kleine Katze. Sie wurde 22 Jahre alt und ist im vergangenen Jahr gestorben“, berichtet sie.

Da sie der TSGW noch eine „zweite Chance“ geben wollte, war sie im Dezember erneut im Katzenhaus. Sie fand ein Tier, da sie aber keinen Transportkorb dabei hatte, wollte sie am nächsten Tag wiederkommen. „Eine sehr nette junge Frau versprach uns, dass wir die Katze dann mitnehmen könnten.“

Als sie am nächsten Tag vorgefahren sei, habe man sie nach der Adresse gefragt und dann die Übergabe des Tiere verweigert, weil man „zum Überfahrenwerden“ keine Katzen weggebe.

„Wir sind dann am nächsten Tag zum Tierheim in Oldenburg gefahren und haben uns dort eine süße kleine Katze ausgesucht“, so Kummer-Frühauff. „Sie wird es sehr gut bei uns haben, und wenn sie tatsächlich irgendwann überfahren werden sollte, hat sie bis dahin ein tolles Leben gehabt.“

Verein möchte Katzen schützen

Karina Kosmalla, Leiterin des Katzenhauses, bestätigt, dass die TSGW keine zahmen Katzen an stark befahrene Hauptstraßen vermittelt. „Wir haben dort schon so einige tote Katzen aufgelesen und möchten unseren Samtpfoten dieses Schicksal ersparen“, sagt sie. „Die Katzen, die bei uns landen, haben bereits einiges hinter sich, und wir sehen es als unsere Aufgabe an, ihnen ein so gutes Leben wir möglich zu geben.“ 

Das erste Gespräch sei von einer unerfahrenen Kollegin geführt worden und sei keine Zusage zur Vermittlung gewesen. Nach Aussagen von Kosmalla sei der Interessentin angeboten worden, eine schüchternere Katze zu nehmen, da diese in der Regel mehr Abstand zu befahrenen Straßen halten – oder sich alternativ auf Wohnungshaltung zu beschränken. Das sei aber abgelehnt worden.

Grundsätzlich, so die Tierschutzgruppe, habe man natürlich großes Interesse an einer Vermittlung von Fundtieren. Wer eine Katze übernehmen wolle, könne sich im Katzenhaus unter Telefon 0152/24464743 melden. 

dr

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