Veterinäramt, Stadt und Ehrenamtliche kümmern sich um Tiere

So ein Katzenjammer: 20 Tiere auf dem Ex-Campingplatz

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Diese Katze kommt aus Aumühle und wurde vor wenigen Tagen kastriert. Sie ist privat untergebracht.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Als die Bewohner des Campingplatzes in Aumühle wegzogen, weil die Betriebserlaubnis erloschen war, blieben die Katzen. Niemand kümmerte sich um sie. Vor etwa drei Wochen schlugen Tierschützer Alarm und meldeten sich beim Veterinäramt des Landkreises, weil sich die Katzen unkontrolliert vermehren können und zum Teil nichts zu Fressen fanden. Nun ist eine abgestimmte Aktion unter Federführung von Amtstierarzt Dr. Gero Leiner angelaufen, das Problem zu lösen.

Leiner spricht von etwa 20 Katzen, die sich auf dem Gelände aufhalten. Da in Wildeshausen eine Kastrationspflicht herrscht, dürften die Katzen dort eigentlich gar nicht so herumlaufen. Doch der Besitzer des Geländes ist nicht automatisch auch der Tierhalter und kann somit auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden. „Die Katzen sind praktisch herrenlos“, so Leiner. Manche seien wild, manche zahm, einige Tiere wurden offenbar ausgesetzt, andere gelten vielleicht als Fundtiere. Danach richtet sich auch, wie später mit den einzelnen Katzen zu verfahren ist.

Erstes Ziel von Leiner ist aber vorerst: „Das Problem soll sich nicht vervielfachen.“ Deshalb habe er Leute gefunden, die sich der Sache annehmen.

Zunächst gibt es ehrenamtliche Helfer, die sich um die Katzen kümmern. Sie sorgen dafür, dass die Tiere angefüttert werden, um sie besser zähmen und einfangen zu können. Schließlich ist es das Ziel, die Katzen zu kastrieren. „Es gibt Tierärzte, die bereit sind, das zu machen“, so der Veterinär, der sich vor Wochen zunächst vor ein „schwieriges Problem“ gestellt sah und nun davon spricht, dass die Aktion gut angelaufen sei. „Allerdings haben wir den Zieleinlauf noch nicht erreicht“, erklärt er, dass noch viel zu tun ist.

Auch die Finanzierung der Problemlösung ist in Arbeit. So haben sich die Stadt Wildeshausen und das Veterinäramt verständigt, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Weiterhin sollen Spenden von Tierschützern verwendet werden. Die entsprechenden Spendenkonten können auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg (www.oldenburg-kreis.de) unter der Rubrik Verwaltung Politik/ Kämmerei und Kreiskasse eingesehen werden. Bei einer Einzahlung ist das Kennwort: „Tierschutz-Katzen“ anzugeben, damit das Geld an die Tierschützer weitergeleitet werden kann.

Wenn die Katzen kastriert sind, wird geprüft, wo sie untergebracht werden können. 20 Katzen auf einmal dürfte keine Einrichtung vertragen. Somit werden die Tiere, wenn sie zahm sind, zu verschiedenen Stellen vermittelt, um sie dann nach Möglichkeit schnell in private Hände zu geben. Die Tierpension in Schönemoor ist auf jeden Fall nur ein Ansprechpartner, wenn es sich um zahme Fundtiere handelt. Weitere Tiere sind nicht von der Pauschale abgedeckt, die die Stadt Wildeshausen an die Tierpension zahlt. Deshalb befürchten Tierschützer, dass die Zahl der wilden nicht kastrierten Katzen in naher Zukunft wieder steigt. Diese wurden früher von der Tierschutzgruppe und anderen Ehrenamtlichen eingefangen und kastriert. Derzeit kümmert sich offenbar kaum jemand um diese Tiere.

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