Tier erleidet schwere Verbrennungen

Sieben Leben? Katze „Coco“ übersteht 25 Kilometer lange Fahrt über die A1 im Radkasten

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Es ist ein Wunder, dass „Coco“ diese Fahrt überlebte.

Katzen haben offenbar tatsächlich mehrere Leben. Anders ist es kaum zu erklären, dass Katze „Coco“ 25 Kilometer Fahrt über die Autobahn 1 von Groß Mackenstedt nach Wildeshausen im Radkasten eines Opel Combo um die rechte Aufhängung gewickelt mit schweren Verbrennungen überlebte.

  • Katzen haben offenbar tatsächlich sieben Leben
  • Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt nach Wildeshausen im Radkasten
  • Die Katze war an der Radaufhängung um die Lenkstange gewickelt

Wildeshausen – Sattler Brian Methven von „Melli‘s Reiter Shop“ in Groß Mackenstedt (Gemeinde Stuhr) hatte am Mittwoch den Auftrag bekommen, bei einem Pferd von Cornelia Hoffmann in Wildeshausen einen Sattel neu anzupassen. Als er am Stall der Colnrader Pferdebesitzerin am Reepmoorsweg in Wildeshausen vorfuhr und aus dem Wagen stieg, vernahm er ein klägliches Miauen aus seinem Auto. Das kam jedoch nicht aus dem Innenraum, wie ursprünglich vermutet. Denn als der Sattler unter seinen den Wagen schaute, entdeckte er den Kopf der HofkatzeCoco“ aus Groß Mackenstedt im Radkasten.

Katze „Coco“ macht es sich im Transporter gemütlich

Offenbar hatte es sich das Tier auf dem Parkplatz des Shops im Transporter gemütlich gemacht und war dann nicht mehr rechtzeitig weggekommen, als das Fahrzeug losfuhr. „Die Katze war an der Radaufhängung um die Lenkstange gewickelt“, erinnert sich Hoffmann an den schlimmen Anblick am Mittwoch gegen 14 Uhr vor ihrem Pferdestall. Sie und der Sattler befürchteten das Schlimmste, als sie die Katze dort entdeckten. „Brian war ganz verzweifelt und konnte es gar nicht fassen“, so Hoffmann. Sofort alarmierte sie den Tierarzt Ulli Rösel in der nahegelegenen Praxis an der Ahlhorner Straße und versuchte, eine Autowerkstatt dazu zu bewegen, schnell mit einem Mechaniker zu kommen. 

Katze „Coco“ jault ganz jämmerlich

„Während der Arzt sofort zur Stelle war, wollte keiner von den beiden angerufenen Werkstätten, die in der Nähe liegen, kommen“, ärgert sich Hoffmann noch heute. Unterdessen war auch die Polizei alarmiert worden und blieb die gesamte Zeit vor Ort. Ein Freund von Hoffmann sowie der Sattler nahmen schnell das rechte vordere Rad ab und hofften, die Katze retten zu können. 

Fahrt über A1: Katze um Lenkstange gewickelt

Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Elisabeth We ber
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Elisabeth Weber
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Elisabeth Weber
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Melanie Schierholz
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Melanie Schierholz
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Brian Methven
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Brian Methven
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Brian Methven
Katze „Coco“ überlebte eine Autobahn-Fahrt im Radkasten.  © Brian Methven

„Doch wir konnten das Tier, das mit dem Kopf nach unten hing, nicht losbekommen. Es klemmte fest und jaulte ganz jämmerlich“, schildert Hoffmann die schlimmen Minuten, die sich gar bis auf eineinhalb Stunden addierten. Erst gegen 15.30 Uhr hatte auf massive Intervention der Polizei dann doch eine Autowerkstatt einen Mechaniker vorbeigeschickt. 

Ein Mechaniker befreite „Coco“.

„Es dauerte nur wenige Minuten, dann war die Katze frei“, berichtet Hoffmann. Der Tierarzt, der ebenfalls mehr als eine Stunde vor Ort war, übernahm die Katze sofort und brachte sie in seine Praxis. Dort stellte er fest, dass die Katze wie durch ein Wunder keine Brüche von der Fahrt davongetragen hatte. Allerdings hatte er schwere Verbrennungen am Bauch, die von der heißen Aufhängung verursacht worden waren. „Es geht ,Coco‘ den Umständen entsprechend gut. Der Tierarzt hat gesagt, dass er durchkommt. Er trägt nun einen Bauchschutz und ist weiter in der Praxis“, teilte Elisabeth Weber aus Groß Mackenstedt am Freitag mit. 

„Coco“ sitzt gerne auf Motorhauben

Sie und ihr Mann Heinrich sind die Besitzer der Katze und konnten gar nicht glauben, was ihr kleiner Liebling mitgemacht und dass er es überlebt hatte. „,Coco“ sitzt gerne auf den Motorhauben der Transporter, weil die so schön warm sind“, erzählte Elisabeth Weber. „Normalerweise springt er schnell auf, wenn jemand ins Auto steigt.“ Warum das am Mittwoch nicht geschehen ist, kann sie sich nur damit erklären, dass die Katze sich vielleicht schon vor Fahrtbeginn eingeklemmt hatte. „Die Fahrer geben vorher noch die Adresse ins Navigationsgerät ein. Da ist genug Zeit für eine Katze, das Weite zu suchen“, bestätigt Melanie Schierholz von „Melli´s Reit Shop“. 

„Coco“ liebt warme Motorhauben.

Schon bald soll „Coco“ wieder nach Hause kommen. „Der hat bestimmt einen gewaltigen Schock davon getragen“, ahnt Elisabeth Weber. „Ich vermute, der nähert sich nie wieder einem Auto.“ Vielleicht sucht er sich öfter einen Platz auf einem kleinen Karussell, das Heinrich Weber neben dem Shop aufgebaut hat. „Da fährt er gerne mit“, erzählen die Besitzer. „Wenn sich Kinder drehen, springt er einfach mit auf.“

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