8.000 Quadratmeter stehen zur Verfügung

Katholische Kirche bietet Bau einer Grundschule an

+
An der Ahlhorner Straße hat die katholische Gemeinde 8 000 Quadratmeter Grünfläche zur Verfügung.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Stadt Wildeshausen liegt ein mündliches Angebot der katholischen Gemeinde St.-Peter vor, auf einem der Kirche gehörenden Grundstück an der Ahlhorner Straße eine Grundschule mit Sporthalle zu errichten.

„Wir bauen das, wenn es gewünscht ist“, so Provisor Bernhard Kramer. „Das könnte die Situation vor Ort sehr entspannen.“ Das Angebot ist bisher noch nicht öffentlich diskutiert worden. Der CDW-Fraktionsvorsitzende Stephan Rollié ließ vor wenigen Wochen die Schulausschussmitglieder aufhorchen, als er davon sprach, dass die Stadt Alternativen zu einem Umzug der St.-Peter-Grundschule in die Liegenschaft der Hunteschule hat. Doch mehr wurde damals nicht bekannt.

Nun ist klar, dass die katholische Kirchengemeinde grundsätzlich bereit wäre, auf eigene Kosten eine Schule zu bauen, um die Raumnot an den Grundschulen zu beseitigen. „Mir wäre es grundsätzlich egal, welche Schule dort hinkäme“, so Kramer. Denkbar wäre auch ein Umzug der St.-Peter-Schule, aber davon hänge die Entscheidung nicht ab.

Das Grundstück an der Ahlhorner Straße ist 8.000 Quadratmeter groß und könnte eine dreizügige Grundschule mit Sporthalle beherbergen. „Die Lage wäre für Grundschüler ideal. Einen besseren Standort gibt es in der Stadt nicht“, erklärt Kramer mit Blick auf den nahen Krandel mit Sportplatz und Schwimmbad sowie eine optimale Busanbindung über die Ahlhorner Straße. 

Vermächtnis des Dominikanerordens

Das Areal gehört zum Vermächtnis des Dominikanerordens. Während die Villa Knagge per Erbpachtvertrag an die Stiftung Johanneum übertragen wurde, übernahm die katholische Kirchengemeinde den Bereich, auf dem das Seminarhaus der Volkshochschule sowie der Kindergarten Knaggerei stehen und das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Ein Erbpachtvertrag zwischen der Stadt und der katholischen Kirche ist nach Kramers Vorstellung auch für einen Schulbau denkbar. „Aber es kämen ebenso andere Lösungen in Betracht. Wir müssen einfach darüber sprechen“, sagt der Provisor.

Bislang ist das aber nicht erfolgt. „Wohl weil die Stadt die Entwicklung mit der Hunteschule abwarten möchte“, so Kramer. Er sei da „sehr entspannt“.

Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Eilers bestätigt, dass es ein nicht weiter ausformuliertes Angebot an die Stadt gegeben hat. Das sei aber zunächst nicht geprüft worden. „Wir arbeiten derzeit die aktuelle Beschlusslage ab“, so Eilers. Sollte es zu keiner Einigung mit dem Landkreis Oldenburg kommen, dem die Schule gehört, könne man sich mit Alternativen befassen.

Hunteschule übernehmen

Wie berichtet, ist eine Mehrheit des Stadtrates dafür, die Hunteschule zu übernehmen, um dort die zweizügige St.-Peter-Schule unterzubringen. Im Gegenzug könnten die Förderschüler der Hunteschule an den Standort der St.-Peter-Schule wechseln. Das Angebot der Stadt sieht vor, an die St.-Peter-Sporthalle drei Fachunterrichtsräume anzubauen, was rund 600.000 Euro kosten würde. Der Erwerb der Hunteschule schlägt mit 500.000 Euro zu Buche. Für den Umbau zu einer Grundschule werden derzeit rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt.

Eine Entscheidung, ob der Landkreis einem Umzug der Hunteschüler zustimmt, ist erst im Spätsommer zu erwarten. Die Schulen könnten erst im Sommer 2020 die Standorte wechseln, wenn es dafür grünes Licht vom Landkreis gibt. Und auch dann ist zu erwarten, dass es in der Holbeinschule bald sehr eng wird, weil dort wegen der Änderung der Schuleinzugsbezirke zukünftig mehr Schüler erwartet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Großfeuer in Sulingen: Eine Bewohnerin verletzt

Großfeuer in Sulingen: Eine Bewohnerin verletzt

Tagestour in den Grand Teton-Nationalpark

Tagestour in den Grand Teton-Nationalpark

Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage

Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage

Einheimischer Alltag als Touristenattraktion

Einheimischer Alltag als Touristenattraktion

Meistgelesene Artikel

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

UWG hofft auf Ausgleich zwischen Agrarfrost und Landwirten

UWG hofft auf Ausgleich zwischen Agrarfrost und Landwirten

Nach Sticker-Aktion in Ahlhorn: Warnung vor „Identitären“

Nach Sticker-Aktion in Ahlhorn: Warnung vor „Identitären“

Bald keine Starts und Landungen mehr in Ahlhorn?

Bald keine Starts und Landungen mehr in Ahlhorn?

Kommentare