Ärzte klären über Missverständnis auf  

Kastrationsaktion für Katzen: Nur herrenlose Tiere betroffen

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Die Paarungszeit der Katzen beginnt bald wieder.

Harpstedt - Von Dierk Rohdenburg. Mit einer landesweiten Aktion möchte die Tierärztekammer erreichen, dass herrenlose, frei lebende Katzen kastriert werden. Dafür steht Geld zur Verfügung. Bislang ist es in den Tierarztpraxen in Harpstedt und Wildeshausen aber ruhig. Die Ärzte müssen zudem Missverständnisse ausräumen, die durch schlechte Kommunikation entstanden sind.

So macht Wiebke Miesner aus Harpstedt deutlich, dass die Tiere vorrangig von organisierten gemeinnützigen Tierschützern zur Kastration gebracht werden sollen. Auf diese Weise sei recht gut zu belegen, dass es sich bei den Katzen tatsächlich um Streuner handelt und nicht um Tiere, die bereits angefüttert wurden und unter Umständen auf Höfen leben.

Bei Miesner, Kim Übermuth sowie Simone Haake (beide in Wildeshausen), die zusammen mit Ulli Rösel (Wildeshausen) eine Notdienst-Gemeinschaft bilden, wurden bislang noch keine herrenlosen Katzen angeliefert. Miesner rechnet aber noch mit Tieren, die vom Tierschutzverein Oldenburg, Zweiggruppe Wildeshausen, angekündigt wurden.

Die meisten Katzen, die derzeit im Landkreis Oldenburg aufgegriffen werden, kommen über die Tierschützer und Tierheime in die Praxis von Gonzalo Bustamante in Hude. Dort können bis zu zehn Tiere am Tag kastriert werden, und die Mitarbeiter signalisieren, dass diese Zahl seit dem 15. Januar erreicht wird.

Von der Aktion überrascht

Der Aktionszeitraum bis 15. März umfasst die Zeit, in der die Katzen empfängnisbereit sind. „Somit ist es eine gute Aktion“, sagt Übermuth, die aber ebenso wie ihre Kolleginnen von der Initiative der Tierärztekammer überrascht wurde. „Wir hatten vorher keine Informationen“, sagt sie.

Für die Ärzte bleibt bei den Kastrationen ohnehin kaum Geld über. Sie können nur den einfachen Satz von 85 Euro für Kater und 140 Euro für Katzen mit der Tierärztekammer abrechnen. „Darin enthalten sind Kosten wie der Transponder, Anmeldung bei Tasso, Fäden ziehen und natürlich auch der Personaleinsatz“, so Miesner.

Das Preis liegt deutlich unter dem, der bei Privatkunden genommen wird. Zudem verringert sich die Summe noch um 25 Euro, die als Spende verrechnet werden.

„Ich fände es gut, wenn auch Hofkatzen berücksichtigt würden“, sagt Übermuth. Damit könnte man helfen. In Wildeshausen gilt grundsätzlich eine Kastrationspflicht für Katzen. Jeder Halter muss die Kosten selber tragen.

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