Galeriekaffee am 24. September

Karsten Rubbert zeigt Kartoffeln in 3-D

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Karsten Rubbert zeigt seine „Bilder aus Licht“ bis 20. Oktober in der Wildeshauser Galerie. Sie sind mit einer Leica entstanden, aber der Fotograf liebt auch die Hasselblatt-Kamera.

Wildeshausen - Hier und da spielt das Licht den menschlichen Sinnen einen gehörigen Streich. Das mag gelegentlich nervig sein, doch für Fotografen ist es ein Segen; wie für Karsten Rubbert. Seine Werke sind seit Freitag in der Galerie Wildeshausen zu sehen.

Bis einschließlich 20. Oktober heißt es an der Harpstedter Straße 23 „Bilder aus Licht“. Rubbert zeigt Arbeiten aus Nizza, Paris, Vicenza, Hamburg und St.-Peter-Ording.

Er liebt und fotografiert den Augenblick. Rubbert sieht etwas, komponiert sich sein Bild im Kopf zurecht und drückt auf den Auslöser. Auf diese Weise verewigt er Kartoffeln und anderes Gemüse auf dem Markt in Nizza mit dreidimensionaler Anmutung. Oder er findet Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen. Frauen und Männer schauen sich an, Mädchen auf einer Treppe in Vicenza freuen sich über den Online-Inhalt auf dem Smartphone. Manchmal aber sind die Menschen eher versteckt – wie auf dem Foto von 2015: Der Mann hinter den vielen Büchern im Pariser Antiquariat ist erst auf den zweiten Blick zu entdecken.

Rubbert zwingt Menschen nicht auf seine Fotos, im Gegenteil: Er nimmt sie als Element der eigenen Komposition mit. Und das aus gutem Grund, denn „das Thema ist Wasser“, umreißt der Künstler seine Leidenschaft. Dabei gehe es ihm in erster Linie um das Licht. An der Côte d’Azur sei es besonders; An der Nordsee legt der Motivjäger seinen Blick auf den „Wechsel und die Intensität“ sowie die „Veränderung der geometrischen Formen“. Und: „An Hamburg interessiert mich die Stadt.“

Seine Eindrücke fängt Rubbert mit eher einfachen Mitteln ein: Eine Leica M mit 28- oder 50-Millimeter-Objektiv reicht ihm. Ein Stativ hat er nie dabei. Dafür fotografiert Rubbert freihändig mit langer Belichtungszeit. Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist sein Metier, farbige Motive finden sich in der Wildeshauser Ausstellung weniger. Übrigens findet er seine Motive im Umkreis von maximal 500 Metern um sein Hotel herum.

Dieses Konzept hat auch die beiden Galeriebetreiber Maria und Hartmut Berlinicke überzeugt. Immerhin: Im 50. Ausstellungsjahr ist es das erste Mal, dass keine Radierungen oder Gemälde an der Harpstedter Straße zu sehen sind.

Die Galerie zeigt Rubberts Werke zu den üblichen Öffnungszeiten dienstags und freitags, jeweils 19 bis 22 Uhr. Für Sonntag, 24. September, sind Interessierte in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zum Galeriekaffee eingeladen. ubu

www.galerie-wildeshausen.de

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