Ehemaliger Leiter des Kreisaltenheims

Karlheinz Franke feiert Montag seinen 90. Geburtstag

Wird am Montag 90 Jahre alt: Karlheinz Franke.

Wildeshausen – „Beweglichkeit bis ins hohe Alter!“ steht auf dem Schild, das Karlheinz Franke auf seinem Elektromobil sitzend hochhält. Keine Frage, der ehemalige Leiter des Kreisaltenheims in Wildeshausen hat Humor und geht damit auch das Älterwerden an. Der pensionierte Diakon feiert an diesem Montag seinen 90. Geburtstag und ist geistig noch rege. Das Glück war ihm ja auch quasi in die Wiege gelegt. Das Sonntagskind wurde am 6. April 1930 in Frankfurt an der Oder geboren.

Die Eltern hatten ihr Lebensmittelgeschäft 1929 in der wirtschaftlichen harten Inflationszeit aufgeben müssen. Die Familie zog in die Kleinstadt Küstrin an der Warthe im heutigen Polen. Frankes Mutter stammte aus der preußischen Provinz Posen, die nach dem Ersten Weltkrieg an Polen gegangen war. Die Familie schlug sich durch, bis der Zweite Weltkrieg endete und Franke 1945 mit seiner Mutter in der märkische Kleinstadt Müllrose südlich von Frankfurt landete. Der Vater war eingezogen worden und sollte erst 1948 aus russischer Gefangenschaft entlassen werden.

Der junge Franke absolvierte eine Tischlerlehre, wurde aber gekündigt und sollte in den Uranbergbau ins Erzgebirge. Daraufhin flüchtete er nachts zu Fuß mit einem Freund über die Grenze in den Westen. Dort angekommen ging der junge Mann erst in Hannover und dann im Rheinland verschiedensten Tätigkeiten nach – vom Tischer über den Binnenschiffer bis hin zum Bergmann.

Schließlich wendete sich Franke der Religion zu und begann als Mittzwanziger eine Ausbildung zum Diakon, der ein Studium der Sozialarbeit folgte. Er lernte seine Frau Ilse kennen und heiratete sie 1959. Über verschiedene Stationen landete die Familie, das Paar hatte drei Kinder, schließlich 1968 im Kreisaltenheim Wildeshausen, dessen Leitung er übernahm. Daraufhin folgten noch weitere berufliche Stationen.

Die Frankes lebten an der Uhlandstraße in Wildeshausen, wo der 90-Jährige heute noch wohnt. Seine Ilse ist allerdings 1995 verstorben. In seiner Autobiografie schreibt Franke: „Ich hoffe noch auf einige zufriedene Lebensjahre.“ Gerne liest er Kirchen- und Heimatgeschichten.

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