Extreme Ausschläge in Holzhausen und Bühren

Kandidaten punkten in ihren heimischen Wahllokalen

Ab 18 Uhr wurden die Wahlurnen geleert: In einigen Wildeshauser Wahllokalen gab es Überraschungen.
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Ab 18 Uhr wurden die Wahlurnen geleert: In einigen Wildeshauser Wahllokalen gab es Überraschungen.

Wildeshausen – Wie hat Wildeshausen gewählt? Neben den absoluten Zahlen lohnt sich ein Blick auf die Ergebnisse in den Wahllokalen, die Aufschluss über die Bevölkerungsverteilung und Hochburgen der jeweiligen Kandidaten gibt.

Das erste Wahllokal meldete am Sonntag um 20.18 Uhr die Ergebnisse der Stadtratswahl. Es war das Wahllokal in den Berufsbildenden Schulen. Allerdings war nirgendwo die Beteiligung so niedrig wie dort. Nur 15,16 Prozent der Wahlberechtigten nahmen ihr Stimmrecht wahr. Es kamen lediglich 156 Wähler.

Die höchste Wahlbeteiligung gab es im Lokal Pusteblume II. Sie lag bei 46,94 Prozent der Berechtigten. Es kamen 407 Wähler. Die SPD erreichte in diesem Bezirk mit 30,1 Prozentpunkten ihr bestes Ergebnis. Da die Stadtratswahl dort mehrmals ausgezählt werden musste, meldete das Wahllokal erst um 1.21 Uhr das Ergebnis. Später war nur noch ein Briefwahlvorstand, der um 2.40 Uhr meldete. „Der Aufwand war bei den Briefwahlzetteln besonders groß“, so Wahlleiter Thomas Eilers. Bei den fünf Briefwahlvorständen seien bis zu 700 Stimmzettel angefallen.

Im Schützenheim Bühren gab es auffällige Ergebnisse

Besonders auffällige Ausschläge bei den Wahlergebnissen gab es im Schützenheim Bühren. Dort erreichte die FDP das Rekordergebnis von 31,42 Prozentpunkten. Ausschlaggebend dafür dürfte sein, dass Kandidat Niclas Behrens aus der Landgemeinde dort gut bekannt ist. Auch die CDW (17,04 Prozent) konnte mit Jan-Hendrik Rode aus der Landgemeinde besonders erfolgreich punkten. Für die UWG gab es hingegen in Bühren mit 2,43 Prozent das schlechteste Ergebnis in allen Wahllokalen.

Die CDW konnte im Wahllokal des Spitzenkandidaten Jens-Peter Hennken (Heidloge) mit 21,90 Prozentpunkten die beste Quote abräumen. Im Heimatwahllokal von Christin Rollié (Hauptschule II) gab es immerhin auch 19,93 Prozentpunkte.

Die FDP erreichte mit 32,15 Prozentpunkten in Holzhausen ein ungewöhnliches Ergebnis, das auf den dort wohnenden Niclas Behrens zurückzuführen ist. Die CDU schnitt dort mit 9,97 Prozentpunkten so schlecht ab wie nirgendwo anders. Im Bereich Hauptschule I konnten die Christdemokraten hingegen mit 21,5 Prozentpunkten das beste Ergebnis verbuchen.

Einen Wohnortvorteil hatte der Einzelbewerber Karl Schulze Temming-Hanhoff im Wahllokal Holbeinschule. Er erreichte dort 6,44 Prozent der Stimmen und konnte dann auch bei den Briefwählern Quoten um die fünf Prozentpunkte erreichen.

In den meisten Wahllokalen schaffte die AfD, die zum ersten Mal bei der Kommunalwahl in Wildeshausen antrat, kein zweistelliges Ergebnis. Ihre besten Resultate erzielte die Partei im Kreisaltenheim (11,78 Prozentpunkte) und in der BBS (10,93). Bei der Europawahl 2019 hatte die Partei im Wahllokal BBS gar 16,8 Prozentpunkte erreicht. Das war ein Rekord im Landkreis. Auffällig, wie bereits erwähnt, ist dort die geringe Wahlbeteiligung. Außerdem ist der Anteil von Mitbürgern mit Migrationshintergrund in dem Bezirk relativ hoch.  

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