Kameraden verteilen Hefte für Brandschutzerziehung an Kindergärten

Ab 2015 Kinderfeuerwehr

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Ortsbrandmeister Conrad Kramer (von rechts), Helmut Müller, Kurt Hagelmann sowie Andreas Debbeler übergeben die Hefte für die Brandschutzerziehung an Nele Friesen vom Kindergarten „Gut Spascher Sand“ (rechts) sowie an Kerstin Mathiebe vom Kleinenkneter Spielkreis und ihre neunjährige Tochter Annika-Sophie.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Alle Wildeshauser Kindergärten erhalten Broschüren, die ein Teil der Brandschutzerziehung sind, die die Feuerwehr gemeinsam mit den Kindergärten leistet. Vertreter des Kindergartens „Gut Spascher Sand“ sowie des Kleinenkneter Spielkreises holten sich die Hefte bereits am Donnerstagabend im Feuerwehrhaus ab. Zudem ist eine Kinderfeuerwehr geplant.

Stolz tragen Olivia und Mario ihre leuchtenden Laternen vor sich her. Zusammen mit Mama und Papa zünden sie während der Weihnachtszeit mit leuchtenden Augen die Kerzen am Adventskranz an. Und im Sommer ist das größte Abenteuer ein Lagerfeuerabend: Die Kinder sammeln kleine Stöckchen und werfen sie in die Flammen. Feuer ist also toll. Aber die Geschwister lernen auch, dass das Element Gefahren in sich birgt. Und was tut man, wenn’s wirklich mal brennt? Was macht man im Notfall? All das thematisiert das neue Brandschutzerziehungsheft, das die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen an die Kindergärten ausgibt.

„Zusammen mit den Hauptfiguren des Geschichten-Malbuchs ,Mario und Olivia‘ erfahren die Kinder spielerisch viel Wissenswertes über das Feuer“, erklärte Stadtbrandmeister Helmut Müller. Das Heft werde bundesweit an die Kreisfeuerwehrverbände herausgegeben und der Druck durch Sponsoring lokaler Firmen ermöglicht. So gebe es im Landkreis Oldenburg drei verschiedene Ausgaben. Das Wildeshauser Heft hat eine Auflage von 300 Stück und wurde durch 80 Firmen aus Wildeshausen und umzu finanziert. 270 Broschüren werden nun an acht Kindergärten verteilt. 30 Stück behält die Feuerwehr für ihr eigenes nächstes großes Projekt, das im Frühjahr realisiert wird: Zusätzlich zur Jugendfeuerwehr Wildeshausen wird eine Kinderfeuerwehr in Düngstrup entstehen.

„Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind zwischen zehn und 18 Jahren alt. Da das Interesse aber auch bei den Jüngeren groß ist, werden wir eine Kinderfeuerwehr gründen. Dort sind die Mitglieder zwischen sechs und zwölf Jahren alt“, erklärt der Düngstruper Ortsbrandmeister Kurt Hagelmann, dessen Tochter Maren Hagelmann die Kinderfeuerwehr leiten wird.

Während die Jugendfeuerwehr schon mit der richtigen Ausrüstung arbeite und an Wettkämpfen teilnehme, sei die Annäherung an das Thema bei der Kinderfeuerwehr spielerisch. „Natürlich ist Anfassen erlaubt“, so Hagelmann. Genauso wie bei der Brandschutzerziehung. Dazu gehört für die Kindergärten auch eine Besichtigung des Feuerwehrhauses – mit Probesitzen im Feuerwehrauto, mit Probetragen eines Feuerwehrhelms und mit Begutachtung eines Atemschutzgerätes.

Lernen geht eben nur durch Mitmachen und Ausprobieren. Daher ist auch das Brandschutzerziehungsheft interaktiv aufgebaut. Die Bilder zu den Geschichten von Mario und Olivia warten darauf, ausgemalt zu werden. An einigen Stellen benötigen die beiden die Hilfe der kleinen Leser, damit beim Umgang mit dem Feuer wirklich nichts passiert. Auch ein Suchspiel ist eingebaut, Notruf und Rauchmelder werden erklärt. Und an einer Stelle kommen die Hauptfiguren sogar in Gefahr. Was ist nun zu tun?

Kapitel wie „Das Feuer als freundliches Element“, „Die Gefahren des Feuers“, „Das richtige Verhalten bei einem Brand“, „Die Alarmierung der Feuerwehr“, „Die Ausrüstung der Feuerwehr“ und „Besuch der Feuerwehr im Kindergarten“ führen die Kinder spielerisch an das Thema heran. Wie wichtig es ist, die Sicherheit der Kinder zu fördern und dafür Sorge zu tragen, dass sie bei ihrem natürlichen Drang, ihre Umwelt zu erforschen und zu begreifen, nicht zu Schaden kommen, betonen die Feuerwehrleute: „In der Bundesrepublik sterben jährlich 800 Menschen an den Folgen eines Brandes. 200 davon sind Kinder.“

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