Ehemalige Schlachterei Pavel wird abgerissen 

Vom Kaiserlichen Postamt zur modernen Immobilie

So soll das neue Gebäude in Richtung Heemstraße aussehen. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Früher war es das Kaiserliche Postamt, später die Schlachterei Pavel und dann über viele Jahre ein Gastronomiebetrieb. Und jetzt soll das Haus an der Ecke Bahnhofstraße/Heemstraße abgerissen werden und einem Neubau weichen.

Eigentümer und Investoren sind die Brüder Andre und Marcel Pavel. Wir haben mit Diplom-Bauingenieur Andreas Hauth und Architektin Yvonne Janßen vom beauftragten Büro Rolwes-Hauth-Jacobi gesprochen.

„Die Investoren haben uns genaue Vorstellungen vorgelegt, was sie möchten“, erzählen die Experten. „Sie möchten etwas Modernes, aber dennoch ein Gebäude, das sich der Ecksituation anpasst. Wir meinen, dass uns das sehr gut gelungen ist.“ So entstehe eine offene Bebauung: „Wir müssen mit dem Neubau Abstand zum jetzt direkt angrenzenden Mehrgenerationenhaus halten.“

Aber warum der Abriss, hätte sich eine Sanierung nicht gelohnt? „Nein“, sagt Hauth, „das Gebäude ist marode, der Keller nass, und die Raumsituation entspricht bei Weitem nicht mehr dem heutigen Standard.“ Außerdem sei das Gebäude aufgrund der unterschiedlichen Nutzungen im Laufe der vergangenen Jahre völlig verbaut worden: „Auch mit einer aufwendigen Sanierung wäre das jetzt nicht mehr hinzubekommen.“

Abriss beginnt nach Pfingsten

Der Abriss soll nach Pfingsten in Angriff genommen werden. „Möglichst zeitnah soll dann mit dem Bau begonnen werden. Wir rechnen mit einer Bauzeit von zehn bis zwölf Monaten“, betont Hauth.

Entstehen werde ein Wohn- und Geschäftshaus von 24 mal 13 Metern in Klinkerbauweise. „Zur Heemstraße hin passen wir das Haus dem Straßenverlauf an. Will heißen, dass es etwas abgerundet wird“, erklärt Janßen. „Durch das Dach, das diesen Bogen nicht mitmacht, wirkt das Haus wieder rechtwinklig.“ Gebaut wird in zweigeschossiger Bauweise mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss, das zum ersten Obergeschoss etwas verspringt und somit 33 Prozent weniger Grundfläche aufweist. Zudem bekommt es eine Putz-Fassade. „Die Höhe beträgt dann 11,50 Meter, also rund zwei Meter weniger als das jetzige Gebäude“, so Janßen. „Der Neubau wird barrierefrei, bekommt einen Fahrstuhl und einen hohen Energiestandard (KfW 55)“, fügt Hauth an. „Ich gehe davon aus, dass dieses Haus sehr gut an diese Stelle passt.“

Geschäftsräume im Erdgeschoss geplant

Das Erdgeschoss mit insgesamt 200 Quadratmetern Grundfläche ist für Geschäftsräume vorgesehen. „Es kann als eine Einheit genutzt oder auch geteilt werden. Das hängt immer davon ab, wer sich dort mit was niederlassen will“, so Janßen. Im ersten Oberschoss entstehen vier Wohnungen mit einer Fläche von jeweils 50 bis 60 Quadratmetern. „Natürlich bekommt jede Wohnung einen Balkon“, betont Hauth.

Über 80 bis 90 Quadratmeter Wohnfläche verfügen die beiden Penthouse-Wohnungen, die im Staffelgeschoss angelegt werden. „Diese Wohnungen bekommen eine recht große Dachterrasse, die zum Teil überdacht ist“, erzählt die Architektin.

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