Gedenken an Pogrome in Wildeshausen

Jusos reinigen Stolpersteine

Daniel Helms, Thore Güldner, Sören Güldner, Justin Bühnert und Hauke Schwarting reinigten die Steine.

Wildeshausen - In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten durch organisierte und gesteuerte Gewaltmaßnahmen unter großer Zustimmung der damaligen Bevölkerung in Deutschland jüdische Geschäfte, Synagogen und Bauwerke. Auch in Wildeshausen brannte die Synagoge, die allerdings von der jüdischen Gemeinde bereits aufgegeben worden war.

An diese Verbrechen und die Ermordung der jüdischen Mitbewohner erinnern die Stolpersteine in Wildeshausen. Die Jusos aus Wildeshausen, Harpstedt und Dötlingen haben anlässlich des Gedenktages an die Pogromnacht diese Stolpersteine gereinigt, um die Erinnerung an diese Menschen zu bewahren.

„Wir müssen dafür sorgen, dass diese schrecklichen Taten nicht in Vergessenheit geraten. Gerade in einer Zeit, in der man leider immer häufiger mit Fremdenhass und Diskriminierung konfrontiert wird, erinnern wir an alle getöteten Juden,“ sagte Thore Güldner. „Wir setzen uns für ein offenes und tolerantes Miteinander ein und stellen uns entschlossen gegen Nationalismus und rechtes Gedankengut.“

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