Juristen der betroffenen Unternehmensgruppe erinnern an falsche Video-Aufnahmen von Peta

Vorwürfe gegen Hähnchenmäster: Staatsanwalt ermittelt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Grossenkneten - Angesichts der Anzeigen gegen Hähnchenmäster in Großenkneten ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das teilte Oberstaatsanwältin Dr. Frauke Wilken am Dienstag auf Nachfrage mit. Die Tierschutzorganisation Peta hatte zwei Landwirte in der Gemeinde Großenkneten angezeigt und nach eigenen Angaben auch Fotos und Videos in den dortigen Ställen angefertigt (wir berichteten). Zudem zeigte Peta zwei Landwirte in Molbergen und dem Saterland wegen der gleichen Vorwürfe an. Auch hier ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Gleichzeitig haben sich am Dienstag Anwälte gemeldet, die die Sprehe-Gruppe vertreten. Peta hatte nicht nur Betriebe in Großenkneten, sondern in ganz Niedersachsen angezeigt, die zu der Gruppe gehören.

Die Juristen bemängeln, dass das Peta-Video ein Zusammenschnitt ist und weisen daraufhin, dass „uns bekannt ist, dass Tierrechtsgruppen in der Vergangenheit immer wieder mit Videoaufnahmen gearbeitet haben, deren Zuordnung sich im Nachhinein als nicht zutreffend herausstellte“. Solange nicht klar ist, wann und bei welchem Landwirt einzelne Aufnahmen gemacht wurden, wollen sie sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Gleichzeitig bestätigen die Anwälte, dass einer der Betriebe in Großenkneten Mitglied in der Gruppe ist. „Sollte sich herausstellen, dass die Aufnahmen im Übrigen tatsächlich von Vertragsmästern unserer Mandantin stammen, würde sie selbstverständlich den Behauptungen von Peta nachgehen und etwaige tierschutzwidrige Umstände umgehend abstellen“, heißt es. Die Sprehe-Gruppe unterstütze aktiv die Initiative Tierwohl und damit auch die Ziele der Geflügel-Charta 2015. Demgemäß seien sämtliche ihrer Vertragsmäster QS-zertifiziert und unterliegen einer strengen Überwachung.

bor

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