Mehr als 100 Teilnehmer erwartet

Jungsaktionstag im Jugendzentrum „im Sinne der Identitätsförderung“

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Die Jugendpfleger im Landkreis Oldenburg planen den Aktionstag für Jungs.

Wildeshausen - Der Jungsaktionstag am Sonnabend, 16. März, im Jugendzentrum Wildeshausen steht noch stärker im Zeichen des männlichen Geschlechts als in den vorherigen Jahren.

„Es soll ein Tag im Sinne der Identitätsförderung von Jungs sein“, meint Kreisjugendpfleger Dirk Emmerich. Deren Alltag sei nämlich meist von Frauen geprägt. „Überwiegend haben sie es im Kindergarten mit Erzieherinnen und in der Grundschule mit Lehrerinnen zu tun - deswegen fehlt es oft an Männerrollen“, findet er. Die Jugendpfleger seien auf diese Situation angesprochen worden und hätten ihr Programm für den Tag entsprechend geändert, ergänzt Markus Pieper, der sich in der Samtgemeinde Harpstedt um Jugendliche kümmert. Emmerich betont, dass es ihm und seinen Kollegen bei der diesjährigen Ausrichtung nicht um eine allgemeine Genderdebatte geht. Es sei durchaus richtig, auch mal Stereotypen aufzubrechen und Jungs Tanzkurse anzubieten, so Emmerich. Aber an diesem speziellen Tag ist das nicht das Ziel.

Am 16. März sollen die Jungen auch einmal die Chance haben, aus sich heraus zu kommen - ohne Mädchen, Frauen und Eltern, deren Anwesenheit sie vielleicht hemmen würde. Dazu sind von 9.30 bis 18.30 Uhr insgesamt 16 Workshops geplant, die von körperbetonten Aktivitäten wie Selbstverteidigung, Klettern und Hockey über technische Aktionen wie Raketen bauen, Elektrowürfel löten und LED-Lampen programmieren bis hin zu kreativen Angeboten wie Graffiti sprayen und Musik in einer Band spielen reicht. Erstmalig mit dabei ist ein Workshop zur digitalen Bildbearbeitung, in der die Teilnehmer lernen, wie Profis zu fotografieren und ihre Aufnahmen zu verschönern.

Angeboten werden „Sachen, die gut ziehen“

Bisher war das Interesse immer recht rege. So kommen meist mehr als 100 Jungs zusammen. Bei der Auswahl der Workshops „achten wir darauf, dass Sachen, die gut gezogen haben, noch ein zweites oder drittes Mal dabei sind“. So hätten Jungs, die im vergangenen Jahr nicht zum Zuge gekommen sind, eine neue Chance auf ihr begehrtes Wunschangebot.

Anmeldungen sind bis zum 5. März in den Jugendhäusern der jeweiligen Gemeinden möglich. Dort erhalten Eltern ein Formular, auf dem sie fünf Workshopwünsche angeben können. Die Jungs erhalten per E-Mail Bescheid, an welchen Angeboten sie teilnehmen können. Die Kosten belaufen sich auf sieben Euro. Eingeschlossen ist die Verpflegung über den Tag, der mit einer Abschlusspräsentation endet, zu der die Eltern willkommen sind. 

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