Bremer lieh sich Geld und zahlte nichts zurück

Junge Frau um 1000 Euro betrogen

Symbolbild: dpa

Wildeshausen - Sehr vertrauensselig verhielt sich eine 18-jährige Wildeshauserin im vergangenen Jahr, weil sie einem ihr erst seit wenigen Wochen bekannten damals 21-jährigen Freund am 29. Mai 1 000 Euro lieh und darauf hoffte, das Geld innerhalb von drei Wochen zurückzubekommen. Das geschah nicht. Deshalb stand der 22-jährige Bremer am Mittwoch wegen Unterschlagung und Betrug vor der Amtsrichterin. Es zeigte sich, dass der Mann es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Er wurde zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe, für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, und 1 000 Euro Strafe wegen Betrugs und Unterschlagung verurteilt.

Ganz forsch gab der Angeklagte zu, das Geld bekommen zu haben. Er habe aber nichts davon gesagt, die Summe innerhalb von drei Wochen zurückzugeben. Er habe das Geld noch nicht zurückgezahlt, weil man keinen Kontakt mehr gehabt habe.

Alles gelogen, wie sich schnell herausstellte. Per Whatsapp hatte er geklagt, ins Gefängnis zu müssen, wenn er nicht schnell 9 800 Euro beim Anwalt hinterlegen würde. Ihm fehlten noch 1 800 Euro. Schließlich versicherte er der 19-Jährigen, ihr in drei Wochen sogar 5 000 Euro zurückzugeben. Die Frau plünderte ihr Sparbuch, das sie für den Führerschein hatte und gab ihm das Geld. Später mahnte sie öfter die Rückzahlung an und wurde vertröstet. Auch gesehen hatten sich die beiden danach noch. Es gab also genügend Gelegenheiten, das Geld auszuhändigen. Offenbar hatte es sogar eine Drohung gegeben, dass die Frau im Falle einer Anzeige bei der Polizei mit Schlägen rechnen müsse.

Im Gericht kündigte der Angeklagte an, das Geld nun überweisen zu wollen. Angesichts von neun Einträgen im Bundeszentralregister machte die Richterin deutlich: „Sie sind kein unbeschriebenes Blatt.“ Das Geld sei in fünf Raten zu zahlen. Und bei einer weiteren Straftat habe er mit Gefängnis zu rechnen. Eine Entschuldigung oder eine Schuldeinsicht blieb bei dem 22-Jährigen aus. - dr

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