Offener Betrieb startet

Jugendzentrum Wildeshausen öffnet wieder

Kinder und Jugendliche sind willkommen: Imke Schmidt, Ahin Chaker und Jannes Logemann (von links) vom Jugendzentrum Wildeshausen freuen sich, dass der offene Betrieb wieder startet.
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Kinder und Jugendliche sind willkommen: Imke Schmidt, Ahin Chaker und Jannes Logemann (von links) vom Jugendzentrum Wildeshausen freuen sich, dass der offene Betrieb wieder startet.

Das Jugendzentrum Wildeshausen öffnet wieder. Allerdings ist noch nicht alles so, wie vor der Pandemie. Die Einrichtung reagiert mit neuen Angeboten auf die Lage.

Monatelang herrschte im Wildeshauser Jugendzentrum „Jott-Zett“ Ruhe. Jetzt dürfen endlich wieder Kinder und Jugendliche spontan vorbeischauen: dienstags bis freitags ab 15.30 Uhr sowie samstags nach Bedarf für Gruppen, dann gerne mit Anmeldung. Auch wenn im offenen Betrieb nicht sofort alles wieder so wie vor Corona möglich ist, freuen sich die Mitarbeiter Imke Schmidt und Jannes Logemann sowie Ahin Chaker, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr ableistet, dass endlich wieder Kinder und Jugendliche kommen dürfen. Es gibt allerdings eine Mengenbegrenzung, und im Haus muss beim Gehen eine Maske getragen werden. Außerdem sind beliebte Angebote wie Billard nicht mehr so frei zugänglich wie sonst.

Mengenbeschränkungen im Jugendzentrum

Aber von diesen Einschränkungen lassen sich die Mitarbeiter, denen beim Pressetermin am Dienstag die Erleichterung über die Öffnung anzusehen war, nicht beirren. „Wir müssen mit den Gegebenheiten arbeiten und das Beste draus machen“, sagte Logemann. Dazu gehört auch, dass das „Jott-Zett“ das Programm etwas angepasst hat. So sind von heute bis kurz vor den Sommerferien immer mittwochs von 15.30 bis 17 Uhr Aktionstage für Kinder im Grundschulalter geplant. Da wird dann experimentiert, gebastelt und gespielt – immer in kleinen Gruppen und nur nach Anmeldung.

Außerdem weitet das Jugendzentrum die Hausaufgabenbetreuung aus, die jetzt dienstags, mittwochs und donnerstags nach Schulschluss bis 15 Uhr angeboten wird. Die Teilnehmer sollten etwas zu essen mitbringen, denn Verpflegung vor Ort gibt es nicht. Des Weiteren starten am 12. Juni zwei Nähkurse – für Anfänger von 11 bis 13 Uhr und für Fortgeschrittene von 14.30 bis 17 Uhr.

Hausaufgabenbetreuung ausgebaut

Vor Corona gab es zum Beispiel die Möglichkeit, frei in der großen Halle des Jugendzentrums zu spielen. Solange es diese Möglichkeit noch nicht wieder gibt, ändert die Einrichtung ihr Angebot deswegen etwas ab – mehr in Richtung von Kursen, wie es sie auch an der Volkshochschule gibt.

Im Lockdown waren die „Jott-Zett“-Mitarbeiter im Hort und im Kindergarten „Pusteblume“ aktiv. Logemann, der als Streetworker unterwegs ist, hat durchaus Folgen des langen Homeschoolings bemerkt. Seiner Einschätzung nach sind vor allem die Kinder und Jugendlichen, die über gute Ressourcen wie stabiles Internet, einen schnellen PC und engagierte Eltern verfügten, gut durch die Zeit gekommen. Anders sehe es aus, wenn die Schüler vorher schon Probleme gehabt hätten. „Viele sagen dann, das Homeschooling sei nicht für sie gemacht, weil sie ihre Kumpel in der Schule brauchen.“ Für diese Zielgruppe sei es schwieriger geworden.

Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, wie viele Jugendliche in Wildeshausen wie stark davon betroffen seien. „Da müssen wir abwarten“, sagte Logemann. Jetzt gehe es darum, sich um die Betroffenen zu kümmern, die nun mit der Öffnung des „Jott-Zett“ eine neue Möglichkeit haben, sich zu treffen.

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