Vorfall erst durch Gerichtsprozess bekannt

Jugendliche schlagen am Bahnhof zu

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Symbolbild

Wildeshausen - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden vor dem Jugend-Schöffengericht in Wildeshausen am Mittwoch ein Jugendlicher und ein Heranwachsender aus Wildeshausen verurteilt, die am 12. Juli vergangenen Jahres gegen 22 Uhr am Bahnhof einen Mann aus der Kreisstadt so stark verletzt haben sollen, dass er längere Zeit Beschwerden davon trug. Eine Schmerzensgeldforderung gab es allerdings nicht.

Die Polizei hatte den Vorfall damals nicht vermeldet, obwohl er durchaus von öffentlichem Interesse gewesen sein dürfte. Die Körperverletzung wurde an dem Abend von den Wildeshauser Beamten aufgenommen. Warum es keine Polizeinotiz für die Presse gab, ließ sich durch Recherchen nicht vollkommen aufklären. Körperverletzungen werden aber grundsätzlich nicht gemeldet, so die Polizeipressestelle.

Zwei Jahre Bewährung für zweifache gefährliche Körperverletzung

Genauere Details zum Hergang der Tat und den Personen bleiben in nicht öffentlichen Gerichtsverfahren ungenannt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Gericht dürfen sich nur zum Urteil äußern, ohne Details zu nennen. Geladen waren wegen dieser Tat und weiterer nicht ganz so gravierender Delikte insgesamt neun Zeugen.

Der jüngere der beiden Täter, damals wie heute Jugendlicher (14 bis 18 Jahre), wurde jetzt wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung für zwei Jahre unter Bewährung gestellt. So lange droht ihm eine Entscheidung über die Verhängung einer Jugendstrafe, sollte eine weitere Verfehlung bekannt werden. Der Junge muss sich zudem einer Betreuung durch den Verein „Die Brücke“ unterziehen und den Schaden des Opfers finanziell wiedergutmachen.

Der zweite Angeklagte war damals Jugendlicher und ist nun Heranwachsender (18 bis 21 Jahre). Er wurde wegen zweifacher gefährlicher und einer einfachen Körperverletzung zu Freizeitarrest verurteilt, den er allerdings bereits absolviert hat. Er muss sich zudem vier Monate einer Betreuung unterziehen und ebenfalls den Schaden finanziell wieder gutmachen. Das Verfahren gegen zwei weitere junge Menschen wurde abgetrennt. Diese hatten wohl mit der Tat am Bahnhof nicht unmittelbar zu tun.

dr

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