Jugend-Sommercamp des Motocross-Clubs Wildeshausen

Wenn es nach Benzin riecht

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Maschinenkunde mit Sirko Dähnhardt, der alles detailliert erklärt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Benzingeruch liegt in der Luft, noch schnell den Helm richtig festzurren, und dann ist auch der neunjährige Marlon Hadeler auf der Bahn: Auf dem Gelände in Aumühle ist das Jugend-Sommercamp des Motocross-Clubs Wildeshausen angesagt.

Insgesamt haben rund 20 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 16 Jahren ihre Zelte auf dem Platz aufgeschlagen. Einer der sechs Betreuer ist Mit-Organisator Roland Hadeler, der sich zufrieden zeigt mit dem Verlauf des Camps: „Die Jungs sind mit viel Ehrgeiz bei der Sache. Aber sie müssen natürlich im Lager auch mit anpacken.“ Das Camp diene nicht nur dazu, mehr Fahrpraxis zu erlangen, sondern auch, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken: „Zudem stehen einige Spiele auf dem Programm.“ Einen großen Dank richtete er an die Feuerwehr Wildeshausen, die LzO, Bäckerei Weymann sowie an den Betreiber der Kartbahn und den Autohandel Watzke in Wardenburg, die dieses Camp unterstützen.

Auch wenn es die Nachwuchs-Crosser kaum abwarten können, auf die Bahn zu kommen, steht zunächst die Theorie auf dem Programm. Vereinsmitglied Sirko Dähnhardt, Niedersachsencup-Meister (Ü40) des Jahres 2014 und derzeit Führender in der 2015er-Wertung, hat diesen Part übernommen: „Es ist wichtig, dass ihr eure Maschinen genau kennt und wisst, wie das eine oder andere zu reparieren ist.“ Und so erkunden die Kinder von der Bereifung über die Bremse und Gasseile alles, was an beweglichen Teilen an den Maschinen zu finden ist.

Mit dabei ist auch Helmut Siegmann, der nicht nur die Nachwuchsförderung im Verein übernommen hat, sondern auch Leihmaschinen zur Verfügung stellt. „Kinder, die anfangen mit dem Sport, können von ihm eine Maschine bekommen, um erst einmal zu testen, ob er überhaupt etwas für sie ist“, erklärt Hadeler. Anfangen könnten die Kinder schon mit vier Jahren: „Wenn sie Fahrrad fahren können, dann kann es losgehen.“

Sohn Marlon hat mit fünf Jahren angefangen: „Ich wollte schon eher, aber da durfte ich noch nicht. Ich habe aber immer wieder gebettelt, bis es endlich soweit war.“ Derzeit liegt der Neunjährige in der Niedersachsencup-Wertung im gesunden Mittelfeld: „Ich finde Motocross besser als Fußball, das habe ich nämlich auch schon versucht.“

Seit drei Jahren ist der 14-jährige Simon Menke dabei: „Ich habe sehr großes Interesse an Motorrädern und Technik, dieser Sport macht einfach Spaß.“ Er fahre pro Jahr die vier Vereinsrennen: „Meine beste Platzierung war bisher ein achter Platz. Aber ich trainiere hart, denn ich will weiter nach vorne.“

Dann endlich ist es soweit. Dähnhardt „bläst“ zum Start. Nur wenige Minuten vergehen, und die Schar dreht ihre Runden. Sogar einige mutige Sprünge sind schon zu sehen. Viele richten immer wieder ihr Augenmerk auf Dähnhardt, der zeigt, wie Sprünge aussehen können.

Wie aber stuft der Trainer die Leistungen der Vereinsjugend ein? „Es sind schon einige dabei, aus denen wir was machen können. Für alle ist jedoch wichtig, dass die persönliche Einstellung stimmt.“ Das heiße, dass unter anderem Ehrgeiz und die Bereitschaft, etwas zu bringen, ausgeprägt sein müssten: „Neben der finanziellen Leistungsfähigkeit ist es zudem sehr wichtig, dass die Schule nicht vernachlässigt wird. Da sind dann die Eltern gefragt. Das sage ich den Kindern immer wieder.“

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