Vor Zuschusszusage der Stadt Wildeshausen gibt es keinen Baubeginn

Johanneum drängt auf Entscheidung

Teststation vor dem Johanneum: Jeder Patient wird hier auf eine Corona-Infektion untersucht. Derzeit sind acht von elf Intensivbetten belegt.
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Teststation vor dem Johanneum: Jeder Patient wird hier auf eine Corona-Infektion untersucht. Derzeit sind acht von elf Intensivbetten belegt.

Wildeshausen – Die Erweiterungspläne der Stiftung Johanneum sind ambitioniert. Für die drei Bauabschnitte, in denen eine Intensivpflege neu und die OP-Abteilung umstrukturiert werden sollen, benötigt das Krankenhaus 37,8 Millionen Euro. 29,5 Millionen Euro kommen vom Land, 3,44 Millionen gibt der Landkreis. Doch eine Zusage über eine konkrete Summe von der Stadt Wildeshausen gibt es noch nicht.

Das hat Konsequenzen: „Wir brauchen eine Entscheidung. Wir wollen bald mit dem Bau beginnen, und das geht nur mit einer Zusage“, sagt Kuratoriumsvorsitzender Herbert Weitz, der schon jetzt mit den Architekten im Gespräch ist, wie der geplante Finanzrahmen angesichts steigender Kosten für Baumaterialien gehalten werden kann.

Nach Angaben von Hubert Bartelt, Verwaltungsdirektor des Johanneums, warten alle Beteiligten derzeit auf die Baugenehmigung, damit der erste Teilabriss erfolgen kann. Die Vorbereitungen dazu wurden bereits im Herbst geschaffen. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts ist dann auch eine Erweiterung der Intensivstation auf 18 Betten geplant.

Elf Intensivbetten zur Verfügung

Diese Kapazität ist laut Bartelt dringend notwendig, denn das Johanneum ist das einzige Krankenhaus im Landkreis Oldenburg. Die Corona-Lage habe die Bedeutung der Klinik noch einmal verstärkt, denn dort werde seit einem Jahr durchgehend am Limit gearbeitet. „Wir haben gewöhnlich fünf Intensivbetten“, berichtet Bartelt. Dazu habe man nun sechs Betten aufgerüstet, sodass bis zu elf Patienten gleichzeitig beatmet werden können. „Derzeit sind acht Betten belegt, allerdings nicht nur mit Covid-19-Patienten“, so Bartelt. In einem ganz extremen Fall könne das Krankenhaus sogar 22 Intensivbetten zur Verfügung stellen. Dann seien aber keine Kapazitäten mehr für andere Notfälle vorhanden. Das Personal beobachte zudem, dass die Covid-19-Patienten jünger werden. „Hatten wir zu Beginn der Pandemie viele Menschen über 80 Jahren hier, sind es nun viele zwischen 30 und 50 Jahren“, berichtet Bartelt.

Bettin-Kunstwerk übergeben

Diese Zahlen wurden am Mittwoch im Rahmen eines Pressetermins zur Übergabe eines Gemäldes von Silvia Bettin genannt. Die Wildeshauser Künstlerin hatte das Werk dem Orgelförderverein der Alexanderkirche zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer Versteigerung zugunsten des Orgelneubaus fanden sich nach Angaben von Franz Duin und Markus Löwe vom Orgelförderverein drei Bieter. Das höchste Gebot betrug 1 000 Euro und war mit der Bitte verbunden, das Werk einer karitativen Einrichtung zukommen zu lassen.

Übergabe des Bildes: Hubert Bartelt, Herbert Weitz, Franz Duin und Markus Löwe (v.l.).

„Der Bieter möchte nicht genannt werden“, so Duin. Er sei aber sehr damit einverstanden, dass das Gemälde in Zukunft im Krankenhaus in Nähe der Kapelle hängen werde. Duin verwies darauf, dass die Alexanderkirche in ihrer langen Geschichte von wechselnden Konfessionen genutzt wurde und somit ein ökumenisches Gotteshaus ist. „Es hat auch große Bedeutung für die Katholiken in der Stadt“, erklärte Duin. Umso schöner sei es, wenn das Bild, das das Triumphkreuz aus der Alexanderkirche zeigt, im katholischen Krankenhaus hängen könne.

Die Stiftung Johanneum, so Weitz in seinen Dankesworten, habe sich ohnehin gerade konfessionell weiter geöffnet. In Zukunft sei für die Mitgliedschaft im Kuratorium nicht der katholische Glaube die Voraussetzung, sondern die christliche Weltanschauung.  

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