Jens-Peter Hennken im Gespräch mit Parteien/„Brauchen dringend Wohnraum“

„Initialzündung“ durch Stadt und Rat eingefordert

+
Jens-Peter Hennken

Wildeshausen - Mit einer E-Mail hat sich der ehemalige Bürgermeisterkandidat Jens-Peter Hennken an die Politik der Stadt gewandt, weil er sich um den sozialen Frieden in Wildeshausen sorgt, wenn er an den Mangel preiswerten Wohnraums für sozialschwache Mitbürger denkt. Lediglich zwei Parteien, die CDU und die FDP, sowie der Bürgermeister haben ihm geantwortet.

„Unsere Stadt hat es, wie allerdings andere Kommunen auch, versäumt, rechtzeitig den Bedarf an preiswerten (Sozial-)Wohnungen zu decken. Verschärft wird diese Situation durch die vielen Flüchtlinge, die auch in Wildeshausen aufzunehmen sind“, so Hennken. „Hier entsteht ein Wettbewerb um preiswerten Wohnraum, der geeignet ist, den sozialen Frieden empfindlich zu stören.“

Er nehme derzeit nicht wahr, dass sich Politik und Verwaltung in der gebotenen Intensität mit der Thematik „Schaffung neuen, günstigen Wohnraums in Wildeshausen“ beschäftigt, erklärt Hennken und fordert dazu auf, schnellstmöglich weitere Maßnahmen zu ergreifen, um den Bürgern aber auch den Flüchtlingen geeigneten Wohnraum anzubieten.

Ein weiteres großes Handlungsfeld in der aktuellen Situation sei die effiziente Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft. „So gibt es neben den bisherigen guten und zu begrüßenden Initiativen in unserer Stadt weitere Handlungsfelder bei denen Verwaltung und Politik Signale setzen könnten“, so Hennken. Es bedürfe einer „Initialzündung“, die idealer Weise aus den Reihen der Stadtpolitik kommen sollte.

Bürgermeister Jens Kuraschinski bezeichnete die Vorschläge von Hennken bereits als interessant und kündigte ihm gegenüber an, diese in der täglichen Arbeit berücksichtigen zu wollen.

Am Montagabend traf sich Hennken mit der CDU-Fraktion und tauschte sich über geeignete Maßnahmen aus. Auch die Christdemokraten begrüßten viele der konstruktiven Ansätze des Wildeshausers.

Hennken geht davon aus, dass der Flüchtlingszustrom durchaus Chancen für Wildeshausen mit sich bringt. Rund 15 Prozent der Flüchtlinge seien auf Grund ihres Ausbildungsstandes verhältnismäßig schnell in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und stünden dem Arbeitsmarkt als Fachkräfte zur Verfügung, erklärt er. 30 Prozent der Flüchtlinge seien Kinder und Jugendliche, die nach einer gelungenen Integration und Ausbildung für Wildeshausen zur Verfügung stünden.

Die am dringendsten zu absolvierende Aufgabe ist nach Einschätzung von Hennken die Schaffung von genügend Wohnraum, weil sonst möglicherweise der soziale Friede gestört werden könnte. Der Wildeshauser regt an, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, um Sozialwohnungen zu bauen. Zudem sei es sinnvoll, Grundstücke der Stadt und des Landkreises für eine „zeitnahe Wohnbebauung“ zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorschlag: „Der Stadtrat beschließt eine Resolution, die Eigentümer der seit teilweise vielen Jahren unbebauten Grundstücke oder ungenutzten Wohnhäuser in unserer Stadt auffordert, diese zu bebauen oder zur Bebauung und/oder Nutzung zu Wohnzwecken anzubieten.“ Das könne durch positive oder negative Anreize begünstigt werden, so Hennken. Wichtig sei es auf jeden Fall, bald zu handeln, um rechtzeitig reagieren zu können.

Am Dienstagabend traf er sich dann mit der FDP im Stadtrat zum Gespräch.

dr

Mehr zum Thema:

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

Meistgelesene Artikel

Frontal-Crash: 56-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Frontal-Crash: 56-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Eisenbahntragödie forderte 1957 vier Menschenleben

Eisenbahntragödie forderte 1957 vier Menschenleben

Kommentare