Amtsinhaber kann 58,24 Prozent der Stimmen für sich verbuchen

Jens Kuraschinski erneut zum Wildeshauser Bürgermeister gewählt

Nicole und Marko Bahr (links) und Wahlleiter Thomas Eilers (M.) gratulierten Jens Kuraschinski und Ehefrau Bettina Siemer.
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Nicole und Marko Bahr (links) sowie Wahlleiter Thomas Eilers (M.) gratulierten Jens Kuraschinski und Ehefrau Bettina Siemer.

Wildeshausen – Der neue Wildeshauser Bürgermeister ist auch der alte: Am Sonntagabend entschied Jens Kuraschinski (parteilos) die Wahl in der Kreisstadt mit 58,24 der Stimmen für sich.

Der unabhängige Herausforderer Marko Bahr (FDP) konnte immerhin einen Achtungserfolg verbuchen. Der 49-jährige Polizist hatte erst vor sieben Wochen den Hut in den Ring geworfen und gratulierte Kuraschinski gleich vor dem Stadthaus.

Kuraschinski erlebte die Wahlpräsentation vor dem Stadthaus mit, wo die Verwaltung die aktuellen Ergebnisse vorstellte. Als seine Wahl feststand, erklärte er, dass er sich jetzt voll auf die anstehenden Aufgaben in Wildeshausen konzentrieren könne. Im Rahmen des Prozesses „Wildeshausen 2030“ gebe es viel zu tun. Hauptaufgabe sei es aber, die Coronafolgen abzumildern, die unter anderem die Innenstadt stark getroffen hätten. Spannend blieb es für den Bürgermeister aber auch, nachdem seine Wahl feststand. Denn von den Mehrheitsverhältnissen im Rat hängt ab, welche Projekte in Zukunft vorangetrieben werden können. Die endgültige Zusammensetzung des Stadtrates wird jedoch erst am Montag amtlich festgestellt.

Kuraschinski sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „klaren Wahlauftrag der Bürger“, räumte aber ein: „Jede Stimme mehr wäre gut gewesen.“ In seiner ersten Analyse stellte der Verwaltungschef fest, dass Konkurrent Bahr seine Wähler gut mobilisiert habe. „Die, die zufrieden waren, sind zu Hause geblieben“, so Kuraschinski. Er sehe sich als Moderator wie bisher auch.

Bahr war ebenfalls zum Stadthaus bekommen und erhielt von Wahlleiter Thomas Eilers einen Blumenstrauß für das „respektable Ergebnis“, so Eilers. Der Kandidat sagte: „Ich bin höchst zufrieden angesichts der Kürze des Wahlkampfs.“ Bahr wertete das Ergebnis als Mahnung an den neuen und alten Hauptverwaltungsbeamten. „Viele sind nicht zufrieden mit seiner Arbeit.“ Die Wähler hätten sich für einen Verwaltungsbeamten entschieden, aber einen Bürgermeister haben können, so der Herausforderer. Kuraschinski müsse sich überlegen, ob er den richtigen Weg eingeschlagen habe. „Das werden anstrengende fünf Jahre“, gab Bahr dem Sieger noch mit auf den Weg.

Bürgermeister Jens Kuraschinski seit 2014 im Amt

Kuraschinski war 2014 erstmalig als Kandidat der UWG zum Wildeshauser Bürgermeister gewählt worden. Im aktuellen Wahlkampf erhielt er nicht nur von der UWG Unterstützung, sondern auch von der CDU, während sich SPD, CDW, Grüne, FDP, Linke und Piraten neutral verhielten.

Bürgermeister spricht von einer erfolgreichen Amtszeit

Der 48-Jährige nennt als Erfolge seiner bisherigen Amtszeit unter anderem: Einwerbung von mehr als elf Million Euro an Fördermittel für verschiedene Bereiche (einschließlich Städtebauförderung und Sanierung Freibad, wobei es vorerst keine Sanierung des Bades geben wird), Abschluss der langjährigen Grunderwerbsverhandlungen mit einem Landwirt in der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Vor Bargloy“ – damit Sicherung des Grunderwerbs für den Fortgang der baulichen Entwicklung im Stadtwesten, Beiträge zum Klimaschutz, wie die Erstellung einer CO2-Bilanz für das Stadthaus, der Bezug und die Nutzung alternativer Energien in den Einrichtungen, die Herstellung von Fahrradabstellanlagen oder die Stärkung des ÖPNV durch Erweiterung der P+R-Anlage sowie das Voranbringen des interkommunalen „A1-Gewerbeparks Wildeshausen-Nord“ mit 20 Hektar Gewerbefläche und einer Erschließungsförderung von fünf Millionen Euro.

Als Erfolg verbucht Kuraschinski auch den Abbau der Containerklassen an den Grundschulen und an der Realschule durch Anmietung des IGS-Schulgebäudes Gut Spasche. „Dadurch konnte die Raumsituation an den Schulen deutlich verbessert werden“, so der Bürgermeister.

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